Oscars ® 2018

Oscars®-Nominierungen 2018: Kategorie "Bester Film"

Bester Film

Es ist das Highlight der Oscar®-Verleihung: Der Preis in der Kategorie "Bester Film" wird traditionell zum krönenden Abschluss der Veranstaltung verliehen – und er gibt Jahr für Jahr schon im Vorfeld der Oscars® jede Menge Anlass zu Spekulationen und Debatten: In jedem Jahr wird die Verleihung des Awards für den besten Film wieder mit Spannung erwartet. Hier erfährst du vorab alle Infos rund um Nominierungen, Jury und mögliche Gewinner.

Bester Film 2018: Welches Genre hat die besten Oscar®-Chancen?

Die Oscars® sind immer wieder für Überraschungen gut – nicht selten gehen Kassenschlager und Blockbuster leer aus und es wird stattdessen eine kleinere Produktion als "Bester Film" ausgezeichnet. Die Genres sind dabei breit gefächert: Zwar hatten über die Jahre immer wieder Dramen die Nase vorn, aber auch Thriller, Kriegsfilme und Fantasy-Produktionen sind schon häufig als bester Film ausgezeichnet worden. Eine Ausnahme sind Komödien – die Oscar®-Geschichte zeigt, dass sie so gut wie keine Chancen auf den Goldjungen haben.

Nominierung in der Kategorie "Bester Film" 2018

Diese neun Kandidaten dürfen sich Hoffnung auf die Trophäe machen:

  • "Call me by your Name"
  • "Darkest Hour"
  • "Dunkirk"
  • "Get out"
  • "Lady Bird"
  • "Phantom Thread"
  • "The Post"
  • "The Shape of Water"
  • "Three Billboards outside Ebbing, Missouri"

Nominierung für "Bester Film" hat besonderen Stellenwert

Für echte Hollywood-Fans wurde es schon lange vor der Oscar®-Nacht am 4. März wieder spannend – nämlich als die Nominierungen für die Kandidaten der Preisverleihungen bekannt gegeben werden. Welche Filme werden nominiert? Triumphiert die Independent-Produktion über den Blockbuster? Und natürlich: Wie reagieren die Verlierer im Publikum?

Sechs Kategorien stehen dabei besonders im Fokus:

In Deutschland von besonderem Interesse sind auch die Nominierungen für den Oscar® "Bester fremdsprachiger Film".

Die sechs Awards gelten als die prestigeträchtigsten Auszeichnungen der Oscars® und als "Ritterschlag" für die Filmschaffenden. Während aber jeweils nur eine Person als bester Regisseur oder Hauptdarsteller ausgezeichnet wird, wird der Oscar® für den besten Film auch 2018 wieder an das Produzenten-Team verliehen – meist mindestens zwei, manchmal auch vier oder fünf Personen. Wer darf sich also dieses Mal über eine Nominierung freuen?

Die Jury: Mitglieder der Oscar®-Academy wählend den besten Film 2018

Bei der Nominierung und der Auszeichnung der Kategorie "Bester Film" gibt es eine Besonderheit: Es ist die einzige Oscar®-Kategorie, bei der alle offiziellen Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences ihre Stimme abgeben dürfen. Für alle anderen Kategorien stimmen jeweils nur die Mitglieder der gleichen Branche, also z. B. Regisseure für die beste Regie und Schauspieler für die besten Haupt- und Nebendarsteller. So möchte man sicherstellen, dass der Filmpreis nicht den Erfolg beim Publikum, sondern insbesondere die Meinung der Filmbranche widerspiegelt. Nachdem es vor einigen Jahren massive Kritik an der überwiegend "weißen" Preisverleihung gegeben hatte – Oscar®-Boykott einiger schwarzer Schauspieler inklusive – hat die Academy 2016 reagiert: 638 neue Filmschaffende wurden als Mitglieder eingeladen, knapp die Hälfte von ihnen Frauen, Schwarze oder mit asiatischer oder lateinamerikanischer Herkunft.

Bester Film: Überraschungen, Überflieger und Verlierer beim Oscar®

2017 endete die Preisverleihung mit der vielleicht größten Panne der Oscar®-Geschichte: Traditionell zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Gewinner des Awards für den besten Film bekannt gegeben. Die Schauspieler Warren Beatty und Faye Dunaway verkündeten das Musical "La La Land" als Sieger – obwohl auf der Karte im Umschlag das Drama "Moonlight" als Oscar®-Gewinner stand. Erst mit etwas Verspätung und nach einiger Verwirrung konnte das "Moonlight"-Team den Oscar® für den besten Film auf der Bühne in Empfang nehmen. Ein echter Schock – aber für "La La Land", der mit sechs Trophäen ohnehin der Oscar®-Überflieger war, wohl zu verschmerzen.

Die 2018er Nominierten für den Oscar® "Bester Film" werden hoffen, dass Ähnliches nicht noch einmal vorkommt.

Auch 2005 gab es einen Überraschungserfolg, als statt des Blockbusters "The Aviator" das Drama "Million Dollar Baby" ausgezeichnet wurde. Regisseur Quentin Tarantino erwies sich übrigens bei den Oscars® 1995 als ziemlich schlechter Verlierer: Als statt "Pulp Fiction" das Drama "Forrest Gump" den Preis für den besten Film gewann, beschwerte er sich noch wochenlang über die "beschränkte und voreingenommene Jury".