Diese Tüte will jeder haben! Am 4. März findet zum 90. Mal die Verleihung der Oscars in Los Angeles statt und vor allem die Goodie Bags erfreuen sich besonderer Beliebtheit. Kein Wunder, schließlich beinhalten sie exklusive Geschenke, die den Goldjungen selbst ziemlich mickrig aussehen lassen. Aber von Anfang: In 24 Kategorien hoffen Stars wie Denzel Washington oder Daniel Day-Lewis sowie Meryl Streep oder Margot Robbie auf den Oscar®-Sieg und damit auf den Gewinn der goldenen Statue. Diese wird seit 2016 von der New Yorker Gießerei Polich Tallix Fine Art hergestellt. Und auch wenn der Goldjunge zu den beliebtesten Preisen der Welt gehört - der Oscar® an sich ist gar nicht so viel wert. Die Academy verbietet Gewinnern und deren Familienangehörigen nämlich den Award zu verkaufen ohne ihn vorher der Academy zum Kauf anzubieten - und die bezahlt gerade mal zehn Dollar (umgerechnet ca. acht Euro) dafür. Diese Regel gilt übrigens erst seit 1951. Deswegen wurde der Oscar für den besten Film, der 1940 an "Vom Winde verweht" ging, 1999 von Michael Jackson für gigantische 1,54 Millionen Dollar (etwas 1,3 Millionen Euro) gekauft.

Die Goodie-Bag ist 100.000 Dollar wert

Der eigentliche Gewinn ist also einerseits die Teilnahme an den Oscar®-Awards selbst. Neben dem Red Carpet Auftritt vor dem Dolby Theatre in Los Angeles und dem Verfolgen der Verleihung aus der ersten Reihe, wartet eine Einladung zum Governors Ball, wo es unter anderem feinstes Essen von Starkoch Wolfgang Puck geben wird. Noch viel lukrativer ist aber die begehrte Goodie Bag, die alle Nominierten - ob Gewinner oder nicht - erhalten. Jede Giveaway-Tüte soll angeblich einen Wert von 100.000 Dollar (umgerechnet ca. 82.000 Euro) beinhalten. Kein Wunder, wenn man sich anguckt, was drin ist: Neben teuren Beauty-Behandlungen (Zum Beispiel eine 24-Karat-Gold-Gesichtsbehandlung), diversen Body-Tuning-Geschenken (unter anderem zehn Personal-Trainingsstunden bei Star-Fitness-Trainer Alexis Seletzky) und exklusivem Schmuck haben es vor allem die Reise-Gutscheine in sich. Da warten ein zwölftägiger Tansania-Urlaub, 7 Tage Aufenthalt auf einer hawaiianischen Insel und der Zugang zum „Avaton Luxury Villas Resort“ im griechischen Halkidiki auf die Oscar-Nominierten.

Doch der große Preis kommt erst danach

Denn die eigentliche Prämie ist die Gage, die nach einem Oscar-Gewinn in die Höhe schnellt. In einer Studie der Colgate University (nein, hat nichts mit der Zahnpasta zu tun. Ist tatsächlich eine Universität in New York) fand man heraus, dass männliche Oscar-Gewinner bis zu 3,9 Millionen Dollar (ca. 3,2 Millionen Euro) mehr verdienen, nachdem sie einen Academy Award mit nach Hause genommen haben. Bei den weiblichen Kollegen sind es "nur" 500.000 Dollar (etwas 410.000 Euro). Vielleicht ändert sich das ja mit der aktuellen #TimesUp-Bewegung. Alles in allem lohnt sich ein Oscar-Gewinn also durchaus - und hierbei geht's nicht nur ums Geld. Die Website "Hellogiggles.com" erinnert hier an Julia Roberts, die 2001 für ihre Rolle als Erin Brokovich einen Award absahnte, was tatsächlich dazu führte, dass ihr früherer Zahnarzt allen Kindern in Julias Heimatort eine Zahnpasta spendierte. Da hat sich der Oscar-Gewinn auf jeden Fall gelohnt! 

Die 90. Verleihung der Oscars®, moderiert von Jimmy Kimmel, findet am 4. März 2018 statt. ProSieben zeigt die Verleihung und den Roten Teppich live.

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