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Jimmy Kimmel – Ausnahmetalent in Hollywood

Jimmy Kimmel ist als Moderator und Comedian bekannt, verdient seine Brötchen darüber hinaus jedoch auch als Autor und Produzent sowie hin und wieder als Synchronsprecher. Seine Karriere begann in verschiedenen Radioshows, bevor er beim Sender Comedy Central erste Fans und Kritiker von seinem komischen Talent überzeugen konnte. Sein Durchbruch gelang ihm allerdings mit seiner eigenen Show, die er selbst entwickelte und die unter dem Namen „Jimmy Kimmel Live!“ seit 2003 auf den amerikanischen Bildschirmen erscheint.  Ein weiterer Beweis für sein herausragendes Talent: Obwohl sich Kimmel nicht als Schauspieler verdingt, bekam dennoch einen Stern auf dem Walk of Fame verliehen. Als Moderator bei großen Shows ist er kein Neuling, denn auch die Emmys sowie die American Music Awards konnten bereits auf seine Qualitäten als Gastgeber zählen. Bei den Oscars® 2018 ist Jimmy Kimmel zum zweiten Mal dabei, um an seinen Erfolg aus dem letzten Jahr anzuknüpfen.

2018 hatte Kimmel einen Spagat zu meistern: Natürlich sollte der Oscar-Abend eine lustige Veranstaltung werden - und dennoch sollte und wollte Kimmel auf die laufende "Me too"-Debatte verweisen. Und er schaffte es zeitweise, beides unter einen Hut zu bekommen. Der Oscar, so Kimmel, sei der derzeit beliebteste und meist geachtete Mann in Hollywood. Dafür gebe es gute Gründe, so Kimmel. Die Oscar-Statue: Hände, wo man sie sehen könne, er sage nie auch nur ein unverschämtes Wort, und vor allem: "kein Penis". 

Warum darf Jimmy Kimmel ein zweites Mal moderieren?

Das, was von den Oscars® 2017 wohl am stärksten in Erinnerung geblieben ist, war die Panne rund um die Auszeichnung für den besten Film. Über eine Oscar® Nominierung als bester Film hatten sich sowohl „La La Land“ als auch „Moonlight“ freuen dürfen und obwohl „Moonlight“ der eigentliche Gewinner war, wurde der Goldjunge zunächst „La La Land“ verliehen. Jimmy Kimmel nahm die Schuld auf seine eigene Kappe und sicherte sich damit trotz des gigantischen Fauxpas die Sympathie der Gäste sowie auch der Academy. Darüber hinaus leitete er humorvoll und trotzdem warm durch den Abend. Allzu spitze Sprüche, die bei der eher klassisch ausgerichteten Oscar®-Verleihung nicht so gern gesehen sind, konnten vernachlässigt werden, sodass sich alle Anwesenden entspannt zurücklehnen und genießen durften. Weil das in den Jahren vor Jimmy Kimmel eher nicht der Fall gewesen ist, hat sich die Academy dieses Mal auch besonders wenig Zeit gelassen, bis der neue (alte) Moderator feststand.

Die Oscars® und die Moderatoren: Die größten Tops und Flops

Schon viele große Künstler haben sich als Moderatoren bei den Oscars® versucht und nicht jedem ist dieses Kunststück gelungen. Unter den größten Verlierern sind unter anderem James Franco sowie Anne Hathaway zu sehen, aber auch David Letterman und Neil Patrick Harris kamen beim Publikum nicht besonders gut an und wurden anschließend nie wieder für diesen Auftritt gebucht. Eine echte Legende bei den Oscars® ist Billy Crystal, der den Event ganze neunmal moderierte. Ebenfalls ein echter Veteran unter den Oscars®-Moderatoren ist Bob Hope, der es auf satte 14-mal schaffte. Ellen DeGeneres dagegen moderierte die Show bislang nur einmal, ist jedoch vielen als herausragend gute Gastgeberin in Erinnerung geblieben. Daher wurde die Talkmasterin und Komikerin auch ein zweites Mal angefragt, was sie jedoch dankend ablehnte.

Übrigens: den Oscar® Livestream gibt es nur hier auf Prosieben.de!

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