Heute brauchst du für eine porentiefe, sichere und rückstandsfreie Gesichtsreinigung nur noch ein Pad. Das kannst du anschließend waschen und immer wieder verwenden. Deine Haut wird trotzdem zuverlässig von Schmutz und Schminke befreit, aber deine Umwelt von unnötigem Müll verschont.

Was du außerdem noch tun kannst, um deine Abschminkroutine wesentlich nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten? Wir verraten dir fünf einfache, clevere, umweltfreundliche Abschmink-Alternativen.

In unserem Artikel erfährst du mehr Infos zu:

  • Nachhaltig abschminken heißt: Verhindern, dass umweltschädliche Stoffe in unser Grundwasser gelangen.
  • Wiederverwendbare Wattepads schneiden deutlich besser bei der Ökobilanz ab und du kannst zeitgleich sehr viel Müll sparen.
  • Mikrofasertücher oder ein Abschminkhandschuh sind schonend für deine Haut und besser für die Umwelt.
  • Finde deinen Cleansing Balm mit Hilfe von Siegeln und Zertifikaten.
  • Reinige dein Gesicht schonend und nachhaltig mit Reinigungsölen.
  • Nutze eine natürliche Gesichtsseife, um dich nachhaltig abzuschminken.

Darum solltest du nachhaltiges Abschminken in Deine Pflegeroutine integrieren

Während du dein Gesicht abschminkst, spülst du nicht nur Makeup, Rückstände und Schmutz von deiner Haut, sondern auch jede Menge Chemie und umweltschädliche Stoffe. Diese landen schließlich direkt im Abfluss und somit im Grundwasser. Danach schmeißt du deine Wattepads in den Müll. Ist das Reinigungsgel aus der Tube oder der Pumpflasche erst mal leer, landet die Plastikverpackung ebenso im Abfall.

Deine tägliche Routine der Verschmutzung und Verschwendung hinterlässt ihre Spuren auf unserem Planeten. Dabei lassen sich Einwegprodukte, Plastikverpackungen, Mikroplastik und Schadstoffe in Reinigungsprodukten inzwischen so einfach vermeiden.

Indem du deine Abschmink-Routine nachhaltiger gestaltest, trägst du täglich zu einer gesünderen Umwelt bei, schonst zudem deine Haut vor belastenden chemischen Inhaltsstoffen und sparst sogar, indem du weniger Geld für neue Wegwerfprodukte ausgibst.

Wenn du schließlich bei der Produktwahl auch noch auf umweltfreundliche, ressourcenschonende, tierversuchsfreie Herstellungs- und Entsorgungsprozesse achtest, kannst du auch außerhalb von deinem Badezimmer einen nachhaltigen Einfluss auf deine und unsere Zukunft nehmen und einen Unterschied machen.

Mit diesen 5 nachhaltigen Abschmink-Alternativen schonst du die Umwelt

Los geht’s. Mit fünf einfachen Steps gestalten wir deine Reinigungsroutine neu und wesentlich nachhaltiger.

1. Wiederverwendbare Wattepads zum Waschen

In erster Linie sparen die waschbaren und wiederverwendbaren Pads natürlich sehr viel Müll gegenüber den klassischen Wattepads. Während beim Abschminken mit Pads aus Watte mindestens zwei bis sechs Stück davon im Abfall landen, entsteht beim Abschminken mit dem Textil-Pad gar kein Müll. Anstatt in die Tonne schmeißt du sie nämlich direkt in die Waschmaschine. Erst nach 200 bis 300 Waschgängen sollte das Pad schließlich entsorgt werden.

Hinzu kommt, dass die Wasch-Pads eine deutlich bessere Ökobilanz haben. Je nach Material unterscheidet sich dieser Faktor natürlich nochmals. Verschiedene Hersteller bieten nämlich Pads aus Polyester, einem Kunststoffmix aus Polyester und Polyamid, Baumwolle oder Bambusviskose an. Bei der Herstellung verbrauchen sie alle unterschiedliche Mengen an Wasser und Energie, dafür müssen sie aber auch nur einmal produziert werden und sind danach wesentlich länger im Einsatz als ein Einwegprodukt.

Der Verbrauch an Wasser und Energie, der später durch die Wäsche in der Waschmaschine anfällt, kann diese Bilanz nicht kippen. Solange du nicht täglich ein einzelnes winziges Abschminkpad in der ansonsten leeren Waschmaschine wäschst.

Und so wird’s richtig gemacht: Abschminken mit waschbaren Pads

  1. Trag dein Reinigungsprodukt direkt auf das Gesicht auf. Achte hier auch auf umweltschonende Inhaltsstoffe, da diese sowohl beim Reinigen, also auch später durch die Waschmaschine im Wasser landen. Aber dazu weiter unten mehr.
  2. Nun kannst du die Produktreste mit einem trockenen Abschminkpad abnehmen.
  3. Wasch dein Gesicht nochmals mit lauwarmem Wasser und spül das Pad mit klarem Wasser aus.
  4. Wiederhole das ganze nochmals mit einem klärenden Reinigungsprodukt, um alle Makeup-Reste von der Haut zu entfernen.
  5. Das schmutzige Abschminkpad kannst du nun in den Wäschekorb geben und beim nächsten Waschgang einfach mit deiner Wäsche mitwaschen.
  6. Am besten gibst du mehrere Pads in ein Wäschesäckchen, damit sie nicht verloren gehen und wäschst sie bei 30 bis 40 Grad

Extra Tipp: Im besten Fall sind die Abschminkpads aus Bio-Baumwolle oder Bambus biologisch abbaubar, fair, vegan und ressourcenschonend produziert.

2. Die Alternative zu Abschminktüchern: Mikrofasertücher & Abschminkhandschuh

Abschminktücher haben sich in kürzester Zeit vom praktischen Beauty Gadget zum verrufenen No Go entwickelt. Ähnlich wie Wattepads sind sie natürlich wenig umweltschonende Einwegprodukte und haben zudem auch in der Herstellung und Entsorgung eine schlechte Umweltbilanz. Die synthetischen Fasern verbrauchen bei der Massenproduktion viel Wasser und Energie und können nach der einmaligen Benutzung nicht recycelt werden. On top sind sie in Plastik verpackt.

Hinzu kommt aber auch noch, dass Experten wegen ihrer Wirkung auf der Haut von der Nutzung abraten. Der Wirkstoffcocktail, in den die fertigen Reinigungstücher getränkt sind, ist zwar effektiv, denn er löst Makeup und Schmutz, aber dabei ist er meist weder schonend für die Haut, noch für die Umwelt.

  • Nach dem Abschminken mit Reinigungstüchern bleiben immer Rückstände auf der Haut zurück. Du hast das Makeup zwar von der Haut gelöst, es dann aber im Mix mit dem Reinigungsprodukt über das Gesicht verteilt.
  • Wenn du mit dem Tuch über deine Augen rubbelst, wird die zarte Haut rund um die Augenpartie ganz schön beansprucht. Zu starkes Reiben solltest du immer vermeiden. Mit den Tüchern klappt es aber leider nicht ohne rubbeln und reiben.
  • Damit die Tücher in der offenen Verpackung feucht bleiben, kommen Konservierungsstoffe zum Einsatz. Diese trocknen deine Haut aus oder können sie sogar irritieren.

Das geht auch besser: Nämlich mit wiederverwendbaren Tüchern oder einem Handschuh

Der Abschminkhandschuh verspricht zuverlässige Reinigung ganz ohne Reinigungsprodukt, nur mit klarem Wasser. Die Wahrheit ist allerdings, gegen wasserfestes Makeup kommt er nicht an. Dann muss doch ein Cleanser zum Einsatz kommen, der die Farbpigmente löst. Aber auch damit kann der Handschuh gut kombiniert werden und macht in Sachen Nachhaltigkeit ganz klar das Rennen gegen die Einwegtücher.

  1. Befeuchte das Mikrofasertuch oder den Handschuh mit lauwarmem, klarem Wasser und reinige damit vorsichtig dein Gesicht. Wichtig ist dabei: nicht reiben. Der Stoff wird bei diesem ersten Waschgang noch nicht alle Ablagerungen auf der Haut restlos entfernen. Hier geht es darum, in einem ersten Schritt das Gröbste an Makeup und Schmutz vom Gesicht zu waschen. Gerade rund um die Augen und die Lippen ist deine Haut viel dünner als am restlichen Körper, weshalb du dein Gesicht wirklich niemals aggressiv abrubbeln oder reiben solltest.
  2. Um nun auch die letzten Makeup Reste zu entfernen, gibst du ein reinigendes (möglichst nachhaltiges) Produkt auf das Tuch oder den Handschuh und wäschst dein Gesicht mit sanften, kreisenden Bewegungen. Die Textil-Struktur bringt schon einen eigenen soften Peeling-Effekt mit sich. Deine Haut wird dadurch von kleinen Hautschüppchen und Ablagerungen befreit und zudem besser durchblutet. Danach kann die Pflege optimal aufgenommen werden.
  3. Wasch nun alle Produktrückstände mit klarem Wasser von deinem Gesicht. Spül das Tuch oder den Handschuh gründlich aus und wisch dann nochmal über deine Gesichtshaut, um wirklich alle Produktreste abzunehmen.
  4. Den Handschuh sowie das Tuch kannst du mit Seife per Hand waschen oder genauso wie die Pads in die Waschmaschine schmeißen.

Eine Frage noch: Mikrofaser oder Baumwolle?

Ganz klar, Baumwollprodukte, vor allem aus Bio-Baumwolle, haben eine bessere Umweltbilanz. Mikrofaser ist ein synthetisches Erzeugnis, hat aber trotzdem seine Vorteile. Durch ihre spezielle Struktur können sie tatsächlich auch ohne Reinigungsprodukt Schmutz aufnehmen. Leichtes Makeup lässt sich nur mit Wasser abschminken. Der Schutz kann anschließend per Hand aus dem Tuch gewaschen werden, während du die Baumwollfasern in der Waschmaschine reinigen musst. Zudem sind sie wesentlich saugfähiger als Baumwolle.

Die Lösung: Tücher und Handschuhe aus recycelten Materialien.

3. Cleanser & Cleansing Balms für das Gesicht

Das Reinigungsprodukt deiner Wahl sollte möglichst ganzheitlich nachhaltig sein. Auf die folgenden Punkte solltest du also achten. Wenn ein Cleanser alle davon erfüllt, hast du den Jackpot geknackt:

  • Die Wirkstoffe kommen aus ökologischem und möglichst regionalem Anbau
  • Die Rezeptur ist frei von Parabenen, Duftstoffen, Tensiden oder Emulgatoren, Erdöl, MOSH und MOAH, Mikroplastik, Palmöl
  • Das Produkt wurde tierversuchsfrei, fair und sozial hergestellt und gehandelt
  • Das Produkt ist vegan
  • Der ganze Herstellungsprozess ist möglichst energie- und ressourcenschonend
  • Verpackungen sind recycelt, wiederverwendbar oder biologisch abbaubar

Zertifikate und Siegel helfen dir dabei auf einen Blick, nachhaltige Cleansing Balms zu erkennen. So, dass deine Gesichtsreinigung in Zukunft wirklich green und clean wird.

Wenn du auf zertifizierte Naturkosmetik setzt, kannst du sicher gehen, dass deine Abschminkroutine nicht zur Umweltbelastung wird. Das super coole Extra der natürlichen Cleanser: Sie hinterlassen keine schädlichen Rückstände auf deine Haut. Sie reinigen genauso zuverlässig wie herkömmliche Reiniger, sind dabei aber wesentlich besser verträglich für die Haut. Gerade wenn du sensible Haut haben solltest, wirst du von diesem Nebeneffekt profitieren.

Unser Tipp: Wähle ein Produkt, egal ob Gel, cremiger Cleanser, Schaum oder Reinigungsmilch, das auf deinen Hauttyp abgestimmt ist und kombiniere es mit einer der oben genannten waschbaren Gadgets.

4. Sanfte Reinigung mit Reinigungsölen

Schon mal von der Oil Cleansing Method oder OCM gehört? Nein?

Hattest du schon mal trockene, spannende Haut nach dem Abschminken? Na, weil du die OCM noch nicht kennst. Die Methode beugt Austrocknen nämlich schon beim Abschminken vor.

Und das Beste daran, die rein pflanzlichen Öle sind nicht nur super sanft zu Haut, sondern auch zur Umwelt.

Wichtig ist, dass du auf Bio-Qualität achtest, nur kaltgepresste pflanzliche Öle verwendest und zudem auch auf recycelbare Verpackungen setzt. Bei der Kaltpressung kommt weder Hitze noch Chemie ins Spiel, um aus den Pflanzensamen das reichhaltige Öl zu gewinnen. Das bedeutet, dass kaltgepresste Öle umweltschonender produziert werden und zudem reicher an Nährstoffen sind, als solche die erhitzt wurden.

Für jeden Hauttyp gibt es schließlich den passenden Öl-Cocktail. So spenden reichhaltige Öle wie Avocadoöl oder Mandelöl trockener Haut extra viel Feuchtigkeit, während Kürbiskern oder Sesamöl super leicht für ölige Hauttypen sind. Die natürlichen, pflanzlichen Öle stören den eigenen Fettfilm der Haut nicht, sind zudem antibakteriell und pflegen die Haut mit natürlichen Lipiden. Mineralöle hingegen sind der Haut fremd. Sie ziehen nicht in die Hautbarriere ein, sondern legen sich darauf ab. Dieser Film lässt die Haut danach zwar optisch glatter wirken, stört aber die hauteigene Regenerationsfähigkeit.

Du kannst also entweder auf fertige, natürliche Ölreiniger zurückgreifen, wobei du wiederum auf umweltschonende Herstellungsprozesse und Produktionswege achten solltest, oder du mixt dein Öl selbst.

Verwende Rizinusöl als Basis und reichere es mit einem bis zwei passenden Ölen deiner Wahl an, jeweils abgestimmt auf deinen Hauttyp. Auf diesem Weg kannst du optimal kontrollieren, woher die reinen Öle kommen und mixt dein Cleansing Oil jeden Tag ganz frisch zum Abschminken. Außerdem kannst du rein pflanzliche Öle auch noch für viele weitere Beauty Hacks gebrauchen, die Investition in ein hochwertiges Produkt lohnt sich also auf jeden Fall.

  1. Trag das Reinigungsöl direkt auf die trockene Haut auf und massiere es in kreisenden Bewegungen ein.
  2. Befeuchte deine Hände mit warmem Wasser und massiere dein Gesicht nochmal.
  3. Das Öl verwandelt sich in eine feine, reinigende, antibakterielle Emulsion, die Schmutzpartikel, Ablagerungen und Farbpigmente aus dem Makeup bindet.
  4. Diese Emulsion kannst du samt Schminkresten und Schmutz mit einem Pad, Tuch oder Handschuh abnehmen.
  5. Danach das Gesicht gründlich mit lauwarmem Wasser abspülen.

5. Nachhaltiges Abschminken mit natürlicher Gesichtsseife

Seifen trocknen die Haut aus. Seifen sind unhygienisch. Seifen hinterlassen Rückstände auf der Haut. Stimmt nicht. All diese negativen Image-Punkte werden Seifenstücken zu Unrecht angedichtet.

Zunächst entscheidet die Textur von Reinigungsprodukten nicht über ihre Wirkung. Egal ob flüssig oder fest, reinigen können sie alle. Wichtig ist, dass du ein Seifenstück findest, das an deinen Hauttyp angepasst ist. Moderne Produkte sind inzwischen so konzipiert, dass sie den natürlich schützenden Fettfilm der Haut nicht zerstören und rückfettend wirken. Sie bewahren den natürlichen Glyceringehalt und regulieren den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Eine Handseife eignet sich nicht für das Gesicht. Du solltest also auf spezielle Seifen für die Gesichtsreinigung setzen. In puncto Hygiene solltest du nur darauf achten, dass dein Seifenstück zum Abschminken nicht in einer schmutzigen, nassen Seifenschale liegen bleibt, sondern nach jeder Nutzung gut trocknen kann. Schließlich wäschst du dein Gesicht nach der Reinigung gründlich mit klarem Wasser ab und kannst dabei ganz sicher sein, dass sowohl Seifenreste als auch Schmutz restlos abgespült werden.

Dass Gesichtsseife zuverlässig reinigt und dementsprechend zum Abschminken super geeignet ist, hätten wir also geklärt. Checken wir wie nachhaltig das Produkt ist.

Zunächst ist die Gesichtsseife nicht auf eine Plastikverpackung angewiesen. Stattdessen sind die Stücke vollkommen verpackungsfrei und damit ganz frei von Müll oder in Papier gewickelt. Selbst Gesichtsreiniger zum Nachfüllen können da nicht mithalten. Zudem lässt sich die verwendete Produktmenge leichter regulieren als bei flüssigen Produkten. Wenn wir Reiniger die aus Tuben, Flaschen oder Pumpspendern holen, benutzen wir meistens viel mehr als nötig von dem Produkt. Indem du die Gesichtsseife aufschäumst, merkst du genau, wann du die richtige Menge erreicht hast. Durch den sparsamen Umgang kannst du ein Seifenstück meist länger benutzen als herkömmliche Gesichtsreiniger.

Ansonsten gilt auch für die feste Gesichtsreinigung, sie sollte möglichst umweltschonend produziert sein. Außerdem sind natürliche Inhaltsstoffe besser verträglich für die Haut und den Planeten. Gesichtsseifen aus natürlichen Zutaten wie pflanzlichen Fetten, Pflanzenextrakten und ätherischen Ölen schneiden natürlich wesentlich besser ab als solche die Palmöl, Palmkernöl, oder auch tierische Fette enthalten.

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