Black Lives Matter

Auf unserer Themenseite findest du informative Beiträge sowie wichtige Hintergrundinformationen zur "Black Lives Matter"-Bewegung und zu Rassismus in den USA und auf der ganzen Welt.

Das steckt hinter Black Lives Matter

Der Begriff Black Lives Matter ging nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd am 25. Mai viral. Ein Video zeigt, wie der weiße Polizist Derek Michael Chauvin 8 Minuten und 46 Sekunden lang sein Knie auf den Hals des 46-Jährigen drückt und ihm die Luft abschneidet, bis er stirbt. Grund für den Polizei-Einsatz in Minneapolis: Floyd soll versucht haben, in einem Lebensmittelgeschäft mit einer gefälschten 20-Dollar-Note zu bezahlen. Zeugenaussagen zufolge ließ er sich widerstandslos festnehmen, benahm sich bis auf eine kurze Panik-Attacke friedlich – und musste dennoch sterben.

Diese Tat war nicht die erste, bei der ein schwarzer US-Bürger Opfer von Rassismus und Polizeigewalt wurde. Aber keine zuvor sorgte für so viel Entsetzen, Trauer und Wut auch außerhalb der USA. Floyds Tod erschütterte die ganze Welt und mündete in den Black-Lives-Matter-Protesten rund um den Globus.

Der Ursprung der Bewegung

#BlackLivesMatter steht seit 2013 für den Kampf der schwarzen US-Bevölkerung gegen strukturellen Rassismus und Polizeigewalt. Die Bewegung formierte sich damals nach dem Tod des 17-jährigen Trayvon Martins, der durch Schüsse aus der Pistole eines Wachmanns starb. Als dieser später von einem Gericht freigesprochen wurde, kam es zu heftigen Protesten. Nun - nach Floyds Tod - heißt es "Enough is enough" ("Genug ist genug"), denn zu lange schon leiden schwarze US-Bürger unter der "white surpremacy" (deutsch: weiße Vorherrschaft) in ihrem Land.

George Floyd gibt der Bewegung ein Gesicht

Weltweit solidarisieren sich Menschen mit der Bürgerrechtsbewegung und gedenken George Floyd, indem sie schweigend auf die Knie gehen oder "I can't breathe"-Shirts und -Spruchbänder tragen – jene Worte, mit denen Floyd so verzweifelt wie vergeblich um sein Leben kämpfte. Sein Porträt ziert Fahnen, Shirts, Plakate und Hauswände. Von New York über Washington bis Los Angeles wird der Schriftzug Black Lives Matter in riesigen Lettern auf die Straßen gemalt.

#BlackoutTuesday und Soziale Netzwerke

Auch das Hashtag "BlackoutTuesday" verbreitete sich schnell in den sozialen Medien. Die User posteten den Begriff in Kombination mit einem schwarzen Bild und zeigten so ihre Anteilnahme und Unterstützung für die "BLM"-Bewegung.

Rassismus im Alltag – das gibt es auch bei uns

Rassismus und Gewalt gegen People of Color sind nicht nur in den USA ein Problem. Auch in Deutschland leiden viele unter täglichen Anfeindungen und gewaltsamen Übergriffen. Zwar demonstrieren viele Menschen in Hamburg, Frankfurt, München oder Berlin für die BLM-Bewegung. Trotzdem kannst auch du noch mehr tun im Kampf gegen Alltags-Rassismus.