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US-Astronaut Bruce McCandless ist im Alter von 80 Jahren gestorben. McCandless war der erste Mensch, der ohne Sicherungsleine frei im Weltall schwebte. McCandless sei bereits am Donnerstag gestorben, teilte die Nasa am Freitag (Ortszeit) mit. Eine Todesursache gab die Weltraumbehörde nicht an. McCandless war 1984 fotografiert worden als er mit einem Jetpack, fast hundert Meter entfernt des Raumschiffs «Challenger», frei im Weltraum schwebte.

Das ikonische Bild, das McCandless im All zeigt, habe Generationen von Amerikanern im Glauben inspiriert, dass es keine Grenze für das menschliche Leistungsvermögen gebe, sagte US-Senator John McCain in einer Stellungnahme. McCain und der Astronaut waren Klassenkameraden an der US-Marineakademie gewesen. «Bruce hat seinem Land mit Demut und Würde gedient und uns alle ermutigt, neue Höhen zu erreichen.»

McCandless sagte 2006 über seinen Ausflug ohne Verbindungsleine in den Weltraum, er sei nicht nervös gewesen. «Ich habe mich sehr wohl gefühlt.» Es sei jedoch so kalt gewesen, dass seine Zehen zitterten, sagte er der Zeitung «Daily Camera» in Colorado.

Während der Apollo-11-Mission, dem ersten bemannten Flug zum Mond 1969, war er laut Nasa im Missionskontrollzentrum für die Kommunikation mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin zuständig. 

McCandless war 1990 auch Teil des Teams, das das Hubble-Weltraumteleskop in den Orbit brachte. Neil Armstrong und Buzz Aldrin begleitete McCandless 1969 als Verbindungssprecher bei deren ersten Schritten auf dem Mond.