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Nach dem Fund einer Leiche mit tiefen Wunden wird in der Slowakei untersucht, ob ein Bär den 57-Jährigen getötet hat. Der Mann aus der Gemeinde Liptovska Luzna wurde tot in einem Waldstück gefunden, wie die Zeitung "Novy cas" am Dienstag berichtete. "Rundherum waren Bärenspuren zu sehen", sagte ein Augenzeuge dem Blatt. Am Hals habe der Tote eine tiefe Wunde gehabt, auch das Gesicht sei schwer verletzt gewesen. Eine Autopsie soll nun genauere Erkenntnisse über die Todesursache ergeben.

Aufruf zur Vorsicht im Wald

Das slowakische Umweltministerium warnte vor voreiligen Schlüssen. Das Unglück dürfe nicht missbraucht werden, um den bestehenden Artenschutz infrage zu stellen. Zum natürlichen Reichtum des Landes gehörten auch Bären, Wölfe und Luchse. Es gebe ein Eingreifteam für den Fall, dass Braunbären die Scheu vor dem Menschen verlieren. Es sei indes nicht alarmiert worden. Das Ministerium rief Wanderer und Touristen auf, sich im Wald vorsichtig zu verhalten.

Carolin Kebekus, Ruth Moschner und Rea Garvey.
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Nach Schätzungen leben rund 1200 bis 1600 Braunbären in der Slowakei, vor allem in den gebirgigen Regionen in der Mitte und im Norden des Landes. Dennoch kommt es relativ selten zu Zusammenstößen mit Menschen. Die großen Säugetiere sind in dem EU-Mitgliedstaat gesetzlich geschützt. Liptovska Luzna liegt knapp 190 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bratislava (früher Pressburg).