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Einen Tag nach dem Brand eines Wohnhauses in Radevormwald bei Wuppertal und dem Fund von fünf Leichen in dem Gebäude ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Polizei Köln setzte eine Mordkommission ein. Im Laufe des Tages werde es voraussichtlich mehr Informationen geben, sagte ein Polizeisprecher in Köln am Samstagmorgen. Über die Toten und die Ursache des Feuers wurde bisher nichts mitgeteilt. Am Samstag war das Haus abgesperrt, aber keine Polizei vor Ort. Vor dem Haus lag eine Blume.

Am Freitagabend hatte der Erkennungsdienst die Arbeit in dem Haus an der verschneiten Straße aufgenommen. In weiße Schutzanzügen gekleidete Spurensicherer sowie Brandermittler waren vor Ort und gingen in das Gebäude. Der Unglücksort wurde weiträumig abgesperrt. Der Einsatzort wurde in der Dunkelheit mit hellen Scheinwerfern ausgeleuchtet.

Brand wurde schnell gelöscht

Die Feuerwehr habe den Brand gelöscht und sei nach einem etwa zweistündigen Löscheinsatz wieder abgerückt, sagte ein Sprecher. Der Brandort sei dann der Polizei übergeben worden. Später wurden Leichen aus dem weiß gestrichenen Wohnhaus getragen. Das langgestreckte Gebäude mit einem Erdgeschoss und einem teilweise ausgebauten Dachgeschoss liegt an einer Hauptverkehrsstraße am Rande von Radevormwald im Ortsteil Herbeck.

Um 17 Uhr war den Angaben zufolge ein Notruf eingegangen, dass ein Wohnhaus brenne. Bei den Löscharbeiten seien dann die Einsatzkräfte auf die fünf Leichen gestoßen. Um etwa 19.30 Uhr sei die Feuerwehr wieder abgezogen. Es sei "nichts mehr zu machen gewesen". An dem Haus waren Fenster zerborsten, aber keine starken Spuren von Feuer zu erkennen. Am Samstag waren die zerborstenen Fenster durch Spanplatten ersetzt, die Rollläden an Fenstern heruntergelassen.