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Den brutalen Angriff auf Bäckereiverkäuferin muss deren Ehemann mit acht Jahren Gefängnis büßen. Der 50-Jährige habe «die Arg- und Wehrlosigkeit der Geschädigten heimtückisch ausgenutzt» und mit Tötungsvorsatz gehandelt, begründete der Vorsitzende Richter am Freitag das Urteil des Landgerichts Hamburg wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte am 12. April 2016 seine von ihm getrennt lebende Ehefrau an ihrem Arbeitsplatz in einer Bäckerei aufgesucht, sie mit kochendem Wasser übergossen und dann mit einem Messer mindestens 18 Mal auf sie eingestochen hatte. Die damals 43-Jährige wurde schwer verletzt und musste sich einer Notoperation unterziehen. Das Gericht blieb mit dem Strafmaß unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die auf eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren und sechs Monaten plädiert hatte.