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Tief "Goran" hat vor allem der Westhälfte Deutschlands am Donnerstag stürmisches Wetter gebracht. In Nordrhein-Westfalen wurden Bäume und Schilder umgeworfen, Mülltonnen durch die Gegend geschleudert und Gebäude beschädigt. Ebenso wie in NRW rückten Feuerwehr und Polizei auch in Niedersachsen zu zahlreichen Einsätzen aus. Im ostfriesischen Landkreis Aurich wurde ein kleinerer Lastwagen von einer Sturmböe erfasst und in den Straßengraben geschleudert, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Der Fahrer wurde verletzt.

Auch Bahnverkehr betroffen

Auch der Bahnverkehr auf der ICE-Strecke zwischen Köln und Amsterdam war betroffen. Wegen umgestürzter Bäume zwischen Oberhausen und Emmerich am Niederrhein wurden Züge umgeleitet und hatten teils 45 Minuten Verspätung.

In Nordrhein-Westfalen verzeichnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Morgen die schnellste Sturmböe in Geilenkirchen nahe der Grenze zu den Niederlanden, wo der Wind mit 100 Kilometern pro Stunde blies. Ähnlich starke Böen wurden in Ahaus und Münster (98 Kilometer pro Stunde) und Düsseldorf (95) gemessen, wie der DWD-Meteorologe Bernd Hussing in Essen sagte.

Auf Gipfeln drohen Orkanböen

"Heute Morgen blies einem der Wind im Westen Deutschlands ganz schön heftig um die Ohren und auch im weiteren Tagesverlauf bleibt es in weiten Teilen des Landes recht windig", hieß es am Donnerstag vom DWD in Offenbach. Im Flachland weht der Wind demnach mit 60 bis 70 km/h. Im höheren Bergland treten teils Orkanböen auf. "Einzig im Südosten bleibt der Wind schwächer. Hier weht allerdings in den Alpentälern der Föhn mit stürmischen Böen und auf den Bergen drohen auf den Gipfeln Orkanböen."