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Der mutmaßliche Attentäter von Manchester ist nach Angaben des französischen Innenministers Gérard Collomb wahrscheinlich in Syrien gewesen. "Wir wissen heute nur das, was die britischen Ermittler uns mitgeteilt haben", sagte Collomb am Mittwoch dem Sender BFMTV. Der Brite sei libyscher Herkunft, aber in Großbritannien aufgewachsen und habe sich "plötzlich nach einer Reise nach Libyen und dann wahrscheinlich nach Syrien radikalisiert und hat entschieden, diesen Anschlag zu begehen". Es ist möglich, dass Salman Abedi dort auch im Umgang mit Waffen und Sprengstoff ausgebildet wurde.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag in Manchester für sich in Anspruch genommen. Ein "Soldat" des Islamischen Staates habe eine Bombe in einer "Ansammlung von Kreuzfahrern" platzieren können, meldete der IS am Dienstag. Der Angriff sei eine Rache und eine Antwort auf die Angriffe gegen Muslime.

Nach Medienberichten war der 22-jährige Abedi erst kurz vor dem Terroranschlag zu Besuch in Libyen. Dort soll ein Teil seiner Familie leben. Abedi ist in Großbritannien geboren und aufgewachsen. Ebenso wie Premierministerin Theresa May am Dienstag betonte auch Rudd in ihren Interviews, dass Abedi womöglich kein Einzeltäter war. Es könnte eine größere Gruppe von Personen hinter der Tat in Manchester stecken.

Geheimdienst kannte Abedi

Die britische Innenministerin Amber Rudd hatte zuvor erklärt, dass der mutmaßliche Attentäter Salman Abedi dem britischen Geheimdienst bekannt war.

Am Montagabend war am Ende des Konzerts von Teenie-Star Ariana Grande in Manchester ein Sprengsatz detoniert. Der mutmaßliche Attentäter hatte so mindestens 22 Menschen mit sich in den Tod gerissen. Der Anschlag traf vor allem Kinder und Jugendliche. Insgesamt 20 Verletzte waren am Mittwoch noch in einem kritischen Zustand.

Unter den Todesopfern des Terroranschlags sind mindestens zwei Polen, ein weiterer wurde verletzt, wie das Außenministerium in Warschau mitteilte. Bei den Toten handelt es sich demnach um ein Elternpaar, das seine beiden Töchter von dem Popkonzert abholen wollte.