- Bildquelle: (c) Copyright 2019, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten © (c) Copyright 2019, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Bei einem Streit auf offener Straße soll ein 52 Jahre alter Mann im niedersächsischen Göttingen eine Bekannte umgebracht haben. Sie starb noch am Tatort. Zeugen, die dem 44 Jahre alten Opfer helfen wollten, wurden laut Polizei ebenfalls von dem Täter attackiert. Dabei habe eine Frau so schwere Verletzungen erlitten, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Der Mann war am Abend noch auf der Flucht. Die Ermittler veröffentlichten ein Foto von ihm und warnten davor, den Tatverdächtigen anzusprechen. Sie gehen davon aus, dass er noch immer bewaffnet ist.

Opfer niedergestochen und angezündet

Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung stach der Deutsche das Opfer zunächst nieder, schlug dann mit einem Feuerlöscher auf die Frau ein, übergoss sie mit Benzin und zündete sie an - die Polizei wollte zu diesen Details zunächst nichts sagen. "Wir kommentieren das nicht", sagte eine Sprecherin am Abend auf Anfrage. Das Motiv war zunächst noch unklar. Die Tat ereignete sich gegen 13 Uhr mittags. Nach den bisherigen Erkenntnissen floh der 52-Jährige nach der Bluttat auf einem Fahrrad mit Packtaschen.

Die Polizei suchte mit einem Hubschrauber nach dem Flüchtigen. Der Bereich rund um den Tatort im Stadtteil Grone wurde weiträumig abgesperrt. Informationen, dass es sich bei der Tatwaffe um ein Messer handelte, bestätigte die Polizei zunächst nicht.

Während der Großfahndung sperrte die Deutsche Bahn vorsorglich den Göttinger Bahnhof und die Strecke zwischen Hannover beziehungsweise Hildesheim und Kassel. Mehrere Züge im Fernverkehr wurden umgeleitet. Die Sperrung wurde nach rund zwei Stunden aufgehoben.