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Ein Selbstmordattentäter hat sich auf dem Gelände eines Bezirksgerichts der nordwestpakistanischen Stadt Mardan in die Luft gesprengt und dabei mindestens elf Menschen mit in den Tod gerissen. Etwa 30 weitere Menschen seien verletzt worden. Der Attentäter habe am Freitag zunächst eine Handgranate auf Sicherheitskräfte geworfen und dann seine Bombe gezündet, sagte der örtliche Polizeichef Faisal Shahzad. Unter den Opfern seien Polizisten und Anwälte, teilten die Rettungskräfte mit.

Erst am Morgen hatten unbekannte Bewaffnete in Sprengstoffwesten in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar eine christliche Siedlung angegriffen und mindestens einen Zivilisten getötet. Mindestens vier Angreifer kamen bei einem Gefecht mit Sicherheitskräften ums Leben.

Eine Serie schwerer Anschläge

Nach einer mehr als eineinhalbjährigen Phase der Ruhe erlebte Pakistan in den vergangen Wochen eine Serie schwerer Anschläge. Erst Anfang August hatten Extremisten ein Krankenhaus in der unruhigen Provinz Baluchistan angegriffen und dort 74 Menschen getötet und fast 200 verletzt. Auch damals waren unter den Opfern viele Anwälte. Sie waren an der Klinik zu einer spontanen Trauerfeier zusammengekommen, nachdem der Leiter der Rechtsanwälte-Vereinigung erschossen worden war.

Pakistanische Islamisten greifen die zivile Gerichtsbarkeit regelmäßig an. Sie wollen das Land unter Scharia-Gesetzgebung sehen.