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Bei einem Selbstmordbombenanschlag vor einem beliebten Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischusind nach Polizeiangaben mindestens 19 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden. Sicherheitskräfte kämpften gegen Extremisten, die sich im obersten Stockwerk des Hotels Nasa-Hablod nahe dem Präsidentenpalast verschanzt hätten, sagte der Polizeibeamte Mohamed Hussein. Vermutlich steckten mehr als 20 Personen, darunter Regierungsbeamte, während der Auseinandersetzungen in der Falle, sagte er.

Drei der fünf Angreifer seien getötet worden, sagte Hussein. Die anderen hätten Handgranaten geworfen und bei Einbruch der Dunkelheit die Stromversorgung des Gebäudes abgeschnitten. Die islamische Extremistengruppe Al-Shabaab übernahm schnell die Verantwortung für den Anschlag am Samstag. Sie teilte mit, ihre Kämpfer seien im Hotel. Dort waren Schüsse zu hören.

Drei Bomben

Nach der Explosion der Autobombe vor dem Hotel waren zwei weitere Detonationen zu hören. Eine davon ereignete sich, als ein Angreifer eine Sprengstoffweste zündete.

Das Hotel wird von Politikern und anderen Mitgliedern der städtischen Elite besucht. Unter den Toten war ein ehemaliges Parlamentsmitglied, wie Hussein sagte. Aufnahmen vom Tatort zeigten verbogene Fahrzeuge. Von nahegelegenen Gebäuden waren nur noch Wände übrig.

Vor zwei Wochen waren mehr als 350 Menschen bei einem massiven Lastwagenbombenanschlag auf einer belebten Straße in der somalischen Hauptstadt getötet worden. Es war der bislang schwerste Anschlag in Somalia. Die Al-Shabaab greift häufig bekannte Gegenden von Mogadischu an.