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Nach teilweise heftigen Schneefällen am Wochenende besonders im Alpenraum dürfen sich einige Regionen Deutschlands auf fast schon frühlingshafte Temperaturen freuen. In den kommenden Tagen soll es immer milder werden und meist trocken bleiben.

Am Wochenende hatten starke Schneefälle in Norditalien Behinderungen auf den Straßen und im Bahnverkehr ausgelöst. Die Brennerautobahn (A22) war zeitweise gesperrt. Hunderte Menschen mussten Medienberichten zufolge die Nacht auf Samstag in ihren Fahrzeugen verbringen, da ein Weiterkommen unmöglich war.

Lastwagen ohne Schneeketten blieben liegen. Im Verlauf des Samstags konnten blockierte Autos und Lkw von den Bergungskräften wieder fahrtüchtig gemacht werden. Hunderte Helfer waren im Einsatz, um das Schneechaos zu bewältigen. Der Schneefall hatte auch zu Behinderungen im Bahnverkehr geführt.

Bis zu 30 Zentimeter Schneefall

Besonders in Bayern kam am Sonntag eine Menge Schnee vom Himmel. "Vor allem an den Alpen gibt es örtlich bis zu 30 Zentimeter davon", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Im Bayerischen Wald und in der Oberpfalz verzeichnete der DWD teilweise bis zu 20 Zentimeter Neuschnee.

Mit dem Schneefall stieg das Lawinenrisiko wieder an. Der Lawinenwarndienst meldete für die gesamten bayerischen Alpen mit der Stufe drei von fünf erhebliche Gefahr. Am Münchner Flughafen wurden von rund 1000 geplanten Starts und Landungen mehr als 100 Flüge gestrichen.

Wetter springt auf zweistellige Temperaturen

Ausnahmezustand auch in Sachsen: Starker Schneefall beeinträchtigte am Sonntag den Straßen- und Bahnverkehr im Land. Auch Sportveranstaltungen wurden wegen des Wetters abgesagt. In Klingenthal fiel das Weltcup- Springen der Nordischen Kombinierer aus, in Aue wurde das Zweitliga-Fußallspiel gegen Köln wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt.

Nun soll es aufwärts gehen mit den Temperaturen. Zur Wochenmitte könnten die Werte in Westdeutschland sogar zweistellig werden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Sonntag mitteilte. Zum Ende der Woche soll auch in Süddeutschland Tauwetter einsetzen.

Am Montag zeigt sich vielerorts die Sonne und es bleibt meist trocken. An den Alpen steigen die Temperaturen auf minus ein Grad.

"Letzte Bastionen mit zäher Kaltluft"

Die Temperaturen sollen am Montag im Westen auf bis zu sechs Grad klettern. In der Nacht zum Dienstag kann es im Norden und in den Mittelgebirgen regnen, im Osten schneit es vereinzelt.

Am Dienstag bleibt es meist trocken und stark bewölkt, nur im Süden und Osten zeigt sich ab und an die Sonne. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte von minus 2 Grad in Südostbayern und sieben Grad im Nordwesten. Der Mittwoch bringt mit bis zu neun Grad am Niederrhein milde Temperaturen, im Südosten bleibt es dagegen mit minus 2 Grad kalt. In der Nordwesthälfte Deutschlands kann es regnen.

Die Meteorologen rechnen damit, dass sich die Milderung auch am kommenenden Wochenende fortsetzt. "Die letzten Bastionen mit zäher Kaltluft in Südostdeutschland stehen vor ihrem Fall", teilte der DWD am Sonntag mit.