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Die «schönste Frau der Welt» kommt in diesem Jahr aus Südafrika: Demi-Leigh Nel-Peters wurde am Sonntagabend (Ortszeit) in Las Vegas zur «Miss Universe» gekrönt. Der zweite Platz ging an Miss Kolumbien, Laura González. Platz drei erreichte Davina Bennett, die Jamaika vertrat. Sie wolle ihren Titel dazu nutzen, um sich für die Bekämpfung von Aids einzusetzen, so Nel-Peters. «Aids ist ein sehr großes Problem in meinem Land Südafrika», sagte die Schönheitskönigin.

92 Frauen waren angetreten, um den Titel zu gewinnen - mehr als jemals zuvor. Darunter auch erstmals Schönheitsköniginnen aus Kambodscha, Laos und Nepal. Die Gewinnerin erhält ein Gehalt, ein Luxus-Apartment in New York für die Dauer ihrer Amtszeit als «Miss Universe» und weitere Preise. Die vorherige Gewinnerin, die Französin Iris Mittenaere, war erst Ende Januar auf den Philippinen zur «Miss Universe 2016» gekrönt worden, da der Wettbewerb in das Folgejahr gelegt worden war.

Fans des Schönheitswettbewerbs konnten vorab die Fragen einreichen, die den fünf Final-Teilnehmerinnen gestellt wurde. Auf die Frage, was das größte Problem sei, mit welchem Frauen am Arbeitsplatz zu kämpfen hätten, antwortete Nel-Peters, es sei die ungleiche Bezahlung. «Mancherorts bekommen Frauen 75 Prozent von dem, was Männer für die gleiche Arbeit verdienen.» Sie denke, das sei nicht richtig.

Gewinnerin wurde Opfer von Verbrechern

Nel-Peters kommt aus der Küstengemeinde Sedgefield in der Provinz Western Cape. Sie unterstütz ein Programm zur Förderung von Selbstverteidigung für Frauen, nachdem sie nur rund einen Monat nach ihrer Wahl zur «Miss Südafrika» überfallen worden war. Nel-Peters ist in der Geschichte des Wettbewerbs die zweite Südafrikanerin, die den Titel gewann.

US-Entertainer Steve Harvey kehrte in diesem Jahr als Moderator des Wettbewerbs zurück, nachdem ihm 2015 ein Fauxpas unterlaufen war: Harvey verkündete die falsche Gewinnerin und musste auf der Bühne seinen Fehler korrigieren. Während die Teilnehmerinnen Abendgarderobe präsentierte, sang Grammy-Gewinnerin Fergie.

In der Jury saßen in diesem Jahr unter anderem Youtube-Star Lele Pons, der ehemalige «America's Next Topmodel»-Juror Jay Manuel und die frühere «Miss Universe» aus Trinidad und Tobago, Wendy Fitzwilliam, die den Wettbewerb 1998 gewonnen hatte.