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Bei Schüssen auf offener Straße sind in Duisburg am Mittwochabend vier Menschen verletzt worden. 15 Personen seien vorübergehend in Gewahrsam genommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft können einige der Personen, die in Gewahrsam genommenen wurden, dem Rocker- und Clanmilieu zugeordnet werden. Zwei der Verletzten wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, zwei weitere gingen später selbst zum Arzt. Lebensgefahr besteht nach Kenntnis der Polizei nicht.

Schüsse im Rocker- und Clanmilieu

Die Schüsse auf dem Hamborner Altmarkt waren am Mittwochabend gegen 20.40 Uhr gemeldet worden. Als die Polizei am Tatort erschien, seien viele Beteiligte geflüchtet, berichteten die Ermittler. 80 bis 100 Menschen sollen vor Ort gewesen sein. Die Ermittler gehen davon aus, dass zwei Gruppierungen beteiligt waren. Ob es sich um eine Schießerei handelte, bei zwei oder mehr Seiten sich gegenseitig beschossen, war zunächst unklar.

 

Es sei «eine Vielzahl von Schüssen gefallen», sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Motivlage sei noch unbekannt. Im Zusammenhang mit den Schüssen gab es in der Nacht einen Einsatz von Spezialeinsatzkräften in Duisburg. Das SEK verschaffte sich mit Gewalt Zutritt zu einem Haus im Stadtteil Homberg. Jedoch sei dort niemand angetroffen worden, erklärte die Polizei. «Bild.de» berichtete.

SEK-Einsatz in Duisburg

Die Polizei bat nun um Angaben von Zeugen zu Tatgeschehen und beteiligten Personen. «Für die Ermittler sind insbesondere Fotos oder Videoaufnahmen von Interesse, die während oder nach dem Tatgeschehen gefertigt wurden», erklärten Staatsanwaltschaft und Polizei.

Die Polizei teilte am Morgen mit, die Tatortaufnahme dauere noch an. Bei der Arbeit vor Ort unterstütze die Duisburger Feuerwehr.