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Der Fall hatte in den USA für großes Aufsehen gesorgt: Eine weiße Polizistin dringt in die Wohnung eines schwarzen Nachbarn ein und erschießt den unbewaffneten 26-Jährigen. Jetzt ist sie zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, wie örtliche Medien am Mittwoch (Ortszeit) übereinstimmend berichteten. In einer ungewöhnlichen Geste der Versöhnung umarmte der jüngere Bruder des Opfers die Angeklagte am Mittwoch am Schluss des Prozesses uns sagte, er könne ihr vergeben, wie die "Dallas Morning News" berichtete. Die Staatsanwaltschaft hatte demnach 28 Jahre Haft gefordert.

Geschworene im US-Bundesstaat Texas hatten die frühere Polizistin am Dienstag für schuldig befunden. Ein Anwalt des Opfers hatte das Urteil als ein "Sieg für Schwarze in Amerika" bezeichnet. Polizisten würden künftig für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen, sagte er.

Die damalige Polizistin hatte angegeben, sie habe beim Heimkommen nach einer langen Schicht irrtümlicherweise gedacht, sie hätte ihre eigene Wohnung betreten. Sie habe den Mann daher für einen Eindringling gehalten, argumentierte sie weiter. Das Opfer saß den Berichten zufolge in seiner Wohnung auf der Couch vor dem Fernseher.