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Nach den Razzien gegen das Organisierte Verbrechen sind mehrere Tatverdächtige in Untersuchungshaft. "Die Gerichte sind uns in allen Anträgen gefolgt", sagte Oberstaatsanwalt Benjamin Krause von der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft (ZIT) Frankfurt der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Der Schwerpunkt der Aktionen in Deutschland lag in Hessen.

 

Mehr als 70 Festnahmen

Mit der Untersuchungshaft soll vor allem verhindert werden, dass die Tatverdächtigen flüchten und untertauchen, erklärte der Ermittler. Teilweise hätten sich die Verdächtigen zu den Taten geäußert. Die Beweismittel würden aber noch weiter ausgewertet. Dabei gehe es sowohl um die Betäubungsmittel, aber auch gerade die sichergestellten IT-Geräte.

"Das ist nicht eine Sache von Wochen, sondern von Monaten", sagte der Oberstaatsanwalt. Krause schloss nicht aus, dass mit diesen Erkenntnissen sowie den Daten der internationalen Ermittler ältere Fälle aufgeklärt werden und noch neue Ermittlungsverfahren hinzukommen können.

Bundesweit waren bei den Razzien am Montag mehr als 70 Personen festgenommen worden, darunter über 60 in Hessen. Die weltweite Zahl der Festnahmen bei dem internationalen Schlag gegen die Organisierte Kriminalität liegt bei mehr als 800. Es waren Tonnen an Drogen beschlagnahmt und große Mengen an Bargeld, Juwelen und Waffen sichergestellt worden.