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Bei der Suche nach einem seit Mittwoch verschollenen U-Boot in Argentinien gibt es Hoffnung: Die Marine empfing nach eigenen Angaben sieben kurze Signale, die von dem U-Boot stammen könnten. Es werde angenommen, dass die Besatzung des Boots versuche, Kontakt aufzunehmen, teilte die argentinische Marine am Samstag (Ortszeit) auf Twitter mit. Es sei noch nicht bestätigt, dass sie sicher von dem U-Boot kamen, die Signale müssten noch verortet werden, hieß es. Die Anrufe an verschiedene Stützpunkte seien zwischen vier und 36 Sekunden lang gewesen.

Zuvor war das Suchgebiet vor der südlichen Atlantikküste verdoppelt worden, wie Marinesprecher Enrique Balbi erklärte. Die «ARA San Juan» war am Mittwoch auf einer Fahrt von Ushuaia nach Mar del Plata verschwunden. An Bord waren 44 Besatzungsmitglieder.

Probleme mit der Stromversorgung?

Die in Deutschland gebaute «ARA San Juan» könnte ein Problem mit der Kommunikation oder auch mit der Stromversorgung haben, sagte Balbi. «Wir schließen keine Hypothese aus.» Präsident Mauricio Macri schrieb auf Twitter, sein Land werde alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um das U-Boot aufzuspüren. Chile, Uruguay, Peru, Brasilien und die USA boten ihre Hilfe an. Großbritannien entsandte ein Forschungsschiff.

Die Suche werde an der Oberfläche und unter Wasser ausgeweitet, sagte Admiral Gabriel Gonzalez. Einheiten aus Argentinien, Großbritannien und den USA arbeiteten dafür zusammen, so Gonzalez. Familienangehörige der Besatzungsmitglieder versammelten sich in der Marinebasis in Mar del Plata. Die Hoffnung sei noch nicht verloren, sagte Marcela Moyano, die Ehefrau eines Maschinisten dem TV-Sender TN.