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Die Züge aus Ungarn mit Tausenden Flüchtlingen haben in München eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Hunderte Spender brachten am Dienstag Lebensmittel, Kleidung, Zahnbürsten, Windeln und andere Geschenke für die Asylbewerber zum Hauptbahnhof.

"Wir danken sehr herzlich dafür, können das alles aber gar nicht mehr verarbeiten", sagte ein Polizeisprecher am Abend. "Die Lagerkapazität ist erschöpft. Es tut uns leid, wenn die Menschen Semmeln schmieren und die dann gar nicht mehr verteilt werden können." Wer weiter helfen wolle, solle die Sachspenden zu den Erstaufnahmeeinrichtungen bringen.

Allein am Münchner Hauptbahnhof kamen am Dienstag bis zum frühen Abend etwa 2.100 Flüchtlinge an.

23.000 Bootsflüchtlinge in einer Woche

Unterdessen warten in Ungarn und auf dem Balkan zigtausende weitere Flüchtlinge auf eine Möglichkeit zur Weiterreise in den Westen.

Dramatisch bleibt die Lage in Griechenland, wo immer neue Migranten mit Booten aus der Türkei eintreffen. Nach vorläufigen Daten der EU-Grenzschutzagentur Frontex trafen dort allein vergangene Woche mehr als 23.000 Bootsflüchtlinge ein.

Auf der Ostägäisinsel Lesbos harren seit Tagen mehr als 15.000 Flüchtlinge aus - und jeden Tag kommen Hunderte hinzu. An der ungarisch-serbischen Grenze wiederum kamen laut Frontex in der Vorwoche rund 9.400 Flüchtlinge an.