- Bildquelle: dpa © dpa

Die jüngsten parteiinternen Turbulenzen haben der Alternative für Deutschland in der Wählergunst nicht geschadet. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa könnte die AfD mit sechs Prozent der Stimmen rechnen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Dasselbe - im Vergleich zum Vormonat unveränderte - Ergebnis hatte der jüngste ARD-"Deutschlandtrend" erbracht. Damit würde die AfD den Sprung in den Bundestag schaffen.

Vor allem ehemalige Nicht- und SPD-Wähler

Bei der Bundestagswahl 2013 war die rechtskonservative Partei noch an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Knapp ein Viertel derjenigen, die laut Insa heute für die AfD stimmen würden, hatten sie bereits damals gewählt. Weitere 24 Prozent der aktuellen AfD-Anhänger stammen der Umfrage zufolge aus dem Kreis der Nichtwähler. Zwölf Prozent hatten zuvor nach eigenen Angaben die SPD gewählt.

Von den bisherigen FDP-Wählern gaben dagegen nur drei Prozent an, sie wollten ihr Kreuz nächstes Mal bei der AfD machen. Bei mehreren Landtagswahlen hatte die rechtskonservative Partei im vergangenen Jahr zahlreiche ehemalige FDP-Wähler gewinnen können. Dass sich dieser Trend jetzt nicht weiter fortsetzt, könnte auch mit dem jüngsten Rücktritt von Hans-Olaf Henkel aus dem Bundesvorstand zusammenhängen. Henkel gehörte zu den wichtigsten Vertretern des liberalen Flügels der Partei.