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Die Klimaaktivistin Greta Thunberg hat in einem Tweet Mut zum Anderssein gemacht. "Anders zu sein ist eine Superkraft", schrieb die 16-Jährige in der Nacht zum Sonntag auf Twitter. Immer wieder sieht sich das Mädchen mit dem Asperger-Syndrom mit Beschimpfungen und Hasskommentaren konfrontiert. Brandenburgs AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz etwa hatte die junge Aktivistin als "zopfgesichtiges Mondgesicht-Mädchen" bezeichnet. Doch Thunberg wehrt sich nun: "Ich habe Asperger und das bedeutet, dass ich manchmal ein wenig anders bin als die Norm."

Asperger ist eine Entwicklungsstörung, die sich unter anderem durch Schwierigkeiten bei der sozialen Interaktion und die Ausbildung intensiver Spezialinteressen äußert. Asperger-Autisten sind oft sehr intelligente Menschen. Thunberg selbst sagte jüngst in einer Dokumentation, ohne die Erkrankung hätte sie den "Schulstreik fürs Klima" wohl nie begonnen und sich womöglich überhaupt nicht fürs Klima interessiert.

Sie weiß wohl so gut wie kaum ein anderer, was die Kraft eines einzelnen Mädchens ausrichten kann. Ein Jahr ist es her, dass die damals komplett unbekannte 15-Jährige sich mit einem Protestschild vor das Parlament in Stockholm setzte und zum "Schulstreik fürs Klima" aufrief. Heute ist sie das Gesicht einer weltweiten Bewegung.

"Wenn Hasser dich wegen Deines Aussehens und Deines Andersseins angreifen, bedeutet das, dass ihnen sonst nichts mehr bleibt. Und dann weißt Du, dass Du gewinnst!", schrieb Thunberg weiter.