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Wegen der mehrtägigen Überschreitung der kritischen Marke von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche gelten in Hamburg nun wieder strengere Corona-Regeln. Unter anderem dürfen Geschäfte Waren seit Samstag nur noch zum Abholen bereitstellen, Termin-Shopping ist nicht mehr erlaubt. Zudem mussten Museen, Galerien, Zoos und botanische Gärten wieder schließen. Strengere Regeln gelten auch bei privaten Kontakten. So darf sich ein Haushalt wieder nur mit einer weiteren Person treffen. Die Beschränkungen gelten nicht für Kinder unter 14 Jahren. Sie dürfen zudem in Gruppen bis zu zehn Jungen und Mädchen im Freien Sport betreiben.

Hamburgs rot-grüner Senat hatte die Corona-Notbremse gezogen und die erst am 8. März vollzogenen Öffnungsschritte zurückgenommen. Er begründete den Schritt am Freitag mit einem Anstieg der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohner und Woche - auf über 100. Am Mittwoch lag sie bei 100,9, am Donnerstag bei 105,4 und am Freitag bei 108,6.

Am Samstag stieg die Sieben-Tage-Inzidenz noch einmal deutlich - auf 115,3, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Auch nach den generell etwas niedriger liegenden Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hat Hamburg nun den wichtigen Schwellenwert von 100 fast erreicht.

Für noch härtere Corona-Beschränkungen machte sich am Samstag bei einer Kundgebung die #ZeroCovid-Bewegung stark. Nach Polizeiangaben versammelten sich friedlich etwa 50 statt der angemeldeten 200 Frauen und Männer auf dem Jungfernstieg.