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Die iranische Revolutionsgarde hat den USA mit Vergeltungsschlägen gedroht. Falls die USA neue Sanktionen gegen den Iran verhängen wollten, sollten sie ihre Militärstützpunkte aus der Reichweite iranischer Raketen zurückziehen, sagte Gardechef Mohammed Ali Dschafari nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna vom Sonntag. Diese könnten 2000 Kilometer weit reichen. Die nächstgelegene US-Militärbasis in der Region ist weniger als 500 Kilometer von der iranischen Grenze entfernt.

US-Präsident Donald Trump muss dem Kongress bis kommenden Sonntag mitteilen, ob sich der Iran seiner Meinung nach an das Atomabkommen von 2015 hält, das die Islamische Republik am Bau von Nuklearwaffen hindern soll. Trump hat den Iran und die Revolutionsgarde immer wieder scharf kritisiert und für Terrorismus verantwortlich gemacht. Sollte er ein negatives Urteil fällen, könnte der Kongress Sanktionen wieder verhängen, die nach dem Abkommen aufgehoben wurden. Der Iran droht, sich dann nicht mehr an den Vertrag zu halten.

Dschafari sagte, falls die USA die Revolutionsgarde zu einer Terrororganisation erkläre, werde seine Militäreinheit erwägen, die US-Armee ebenfalls als Terrortruppe einzustufen. Die Revolutionsgarde kämpft derzeit in Syrien und im Irak gegen Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat.