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US-Präsident Donald Trump hat mit der Aussage für Verwirrung gesorgt, das «Time»-Magazin habe ihm telefonisch mitgeteilt, dass er «wahrscheinlich» wie 2016 erneut zur «Person des Jahres» gekürt werde. Das Wort «wahrscheinlich» schrieb er in einer Twitter-Mitteilung in Großbuchstaben.

«Time» widersprach ihm umgehend ebenfalls per Tweet und warf ihm eine unrichtige Darstellung vor. Das US-Magazin äußerte sich nicht dazu, ob es ein Telefonat mit Trump zu dem Thema gegeben hatDer US-Präsident hatte am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter geschrieben, er habe abgewunken, denn er hätte sich nach eigenen Angaben zu «einem Interview und einem größeren Fototermin» bereiterklären müssen. «Ich sagte, wahrscheinlich ist nicht gut, und habe verzichtet. Trotzdem vielen Dank!»

Promis verspotten Trump

«Time» erklärte ebenfalls per Twitter, die Aussage des Präsidenten «darüber, wie wir eine Person des Jahres auswählen», sei inkorrekt. Die Publikation werde sich nicht zu ihrer Wahl äußern, bis diese am 6. Dezember bekanntgegeben werde. Zu konkreten Fragen rund um den Auswahlprozess und zum angeblichen Telefonat mit dem Republikaner nahm «Time» nicht Stellung. Eine deutliche Stellungnahme gab es hingegen von dem früheren "Time"-Herausgeber Richard Stengel. An Trump gewandt schrieb er: "Ich sag’s Ihnen nur ungern, aber WAHRSCHEINLICH heißt, dass Sie NICHT Persönlichkeit des Jahres sind."

Aber auch aus der Welt der Promis gibt es ordentlich Spott für den US-Präsidenten. "BBC hat angerufen, um zu sagen, dass ich WAHRSCHEINLICH zum Sportler des Jahres ernannt werde ...", schrieb zum Beispiel Tennis-Profi Andy Murray. Wie Trump würde Murray aber ablehnen, weil "wahrscheinlich" ihm nicht reichen würde. Komiker David Schneider meinte hingegen, dass er nächstes Jahr WAHRSCHEINLICH zum nächsten James Bond ernannt werde.