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Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders will an diesem Montag bei einer Kundgebung des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses auftreten. Die selbst ernannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes"erwarten dazu bis zu 30.000 Teilnehmer.

Pegida-Gegner haben mehrere Gegenveranstaltungen angemeldet, das linke Bündnis "Dresden Nazifrei" hat auch Blockaden angekündigt. Die Polizei plant einen Großeinsatz.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) drohte bereits mit Konsequenzen, sollte es zu fremdenfeindlichen oder rassistischen Äußerungen kommen. Angesichts der angekündigten Blockaden ermahnte er zugleich alle Veranstalter, für einen friedlichen Ablauf zu sorgen.

Sorge um Standort Dresden

Wegen der Pegida-Demonstrationen sorgt sich Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) um den Ruf Dresdens als internationaler Forschungsstandort. Am Montag verband sie eine Bilanz zur EU-Förderung mit dem eindringlichen Appell, das Klima für Forscher aus aller Welt nicht durch ausländerfeindliche Parolen zu vergiften. Die sächsische Wissenschaft könne ihr Niveau nur halten, wenn sie international vernetzt bleibe und die besten Forscher halten könne.

"Das hängt auch davon ab, ob sie sich in Dresden wohlfühlen", sagte die Ministerin. Sachsen brauche Menschen aus anderen Ländern und die Kooperation mit anderen Staaten dringend. Pauschale Kritik am Islam sei falsch.