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Im Zuge der Ermittlungen des FBI-Sonderermittlers Robert Mueller zur Russland-Affäre hat eine Geschworenen-Jury einem Bericht zufolge die ersten Anklagen bewilligt. Der Sender CNN berief sich am Freitagabend auf Quellen, die von dem Fall unterrichtet sind. Auch das «Wall Street Journal» berichtete darüber. Laut CNN war die Anklageschrift versiegelt. Diejenigen, gegen die Anklage erhoben worden sei, könnten bereits am Montag festgenommen werden.

Allerdings wurde nichts zu der Zahl und den Identitäten der Beschuldigten gesagt. Im Zentrum der Ermittlungen stehen laut Medienberichten der ehemalige Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn und Donald Trumps Ex-Wahlkampfleiter Paul Manafort. Beiden werden enge Verbindungen nach Moskau nachgesagt.

Mueller untersucht in der Russland-Affäre eine mögliche Verstrickung von US-Präsident Donald Trump oder seines Teams in eine etwaige Beeinflussung der US-Wahl durch Moskau. Er war nach der Entlassung von FBI-Chef James Comey eingesetzt worden.

Russland-Ermittler trafen britischen Ex-Spion

Mueller hat bei seiner Untersuchung zu möglichen Verbindungen des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump nach Russland auch mit einem britischen Ex-Spion gesprochen. Das Treffen mit Christopher Steele habe in den vergangenen Wochen in Europa stattgefunden, verlautete am Freitag aus informierten Kreisen.

Steele hatte für private Auftraggeber aus den USA Trumps persönliche Beziehungen nach Moskau durchleuchtet und dabei ein Dossier zusammengestellt, demzufolge Russland kompromittierende Informationen über Trump gesammelt hat. Das Dossier sorgte bereits vor der Wahl Trumps zum Präsidenten für Aufsehen und wurde schließlich auch dem FBI übergeben. Der von Trump später gefeuerte FBI-Direktor James Comey informierte Trump persönlich über dessen Inhalt.

Trump bezeichnete das Dossier als «erfundenes Zeug». Doch die Tatsache, dass Muellers Team Steele persönlich traf, deutet darauf hin, dass die Ermittler es ernst nehmen. Über das Treffen hatte zuerst der Nachrichtensender CNN berichtet.