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Die Fans von Manchester City feierten ihren Trainer nach dem Spiel mit lautstarken Gesängen. Der fünfte Liga-Sieg in Folge dürfte für Pep Guardiola und sein Team der bisher schönste in der Saison gewesen sein. Beim 2:1 im Auswärtsspiel gegen den Stadtrivalen Manchester United entschied Guardiola das brisante Trainerduell gegen seinen Erzfeind José Mourinho für sich.

Der starke Kevin De Bruyne leitete den Sieg der "Citizens" mit seinem Tor (15.) in der ersten Halbzeit ein. Der Ex-Wolfsburger traf nach einer Vorlage von Kelechi Iheanacho. Der Nigerianer Iheanacho baute anschließend die Führung für City auf 2:0 aus (36.).

Manchester City hatte - typisch für Guardiola - mehr Ballbesitz als United. Trotzdem kamen die "Red Devils" zu Chancen. In der 42. Minute überwand Zlatan Ibrahimovic den neuen City-Torhüter Claudio Bravo und traf zum 1:2. "Ibra" hatte seinen Gegenüber im Vorfeld der Partie gewarnt. Er schickte ihm Trainingskleidung mit dem Hinweis: "Du wirst sie brauchen." Bravo unterliefen tatsächlich mehrere Fehler, die der schwedische Stürmer allerdings nicht nutzen konnte. Mehr als der Anschlusstreffer gelang ihm nicht.

Leroy Sané mit seinen ersten Minuten

In der zweiten Halbzeit schickte Guardiola, der auf den gesperrten dreifachen Torschützen Sergio Agüero verzichten musste, erstmals Leroy Sané aufs Feld. Der deutsche Nationalspieler kam nach 60 Minuten für Raheem Sterling. Ilkay Gündogan stand nach überstandener Reha dagegen noch nicht im Kader der "Citizens".

Während Guardiola mit City den fünften Sieg in Serie einfuhr und die Tabellenführung zumindest bis Sonntag, wenn der FC Chelsea gegen Swansea City spielt, auf drei Punkte ausbaute, musste sich Mourinho erste Kritik gefallen lassen. Sein Team, bei dem Superstar Paul Pogba blass blieb, verlor verdient gegen den stärkeren Stadtrivalen.

Der ehemalige Dortmunder Henrich Mkhitaryan konnte in der Startelf nicht überzeugen und wurde schon nach 45 Minuten gegen Ander Herrera ausgewechselt. Für Jesse Lingard war ebenfalls nach einer Halbzeit Schluss. Für ihn kam der 18-jährige Marcus Rashford, dessen vermeintliches Ausgleichstor Schiedsrichter Marc Clattenburg wegen einer Abseitsstellung aber nicht gab.

So werden in Manchester am Samstagabend nur die City-Anhänger ausgelassen feiern, denn wie Kevin De Bruyne nach dem Spiel im Interview mit der BBC klarstellte: "Für die Fans bedeutet der Sieg viel mehr als nur die drei Punkte."