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Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einer unglücklichen Niederlage in die Fußball-Europameisterschaft gestartet. Durch ein Eigentor von Mats Hummels (20.) verlor das Team von Bundestrainer Joachim Löw am Dienstag in München mit 0:1 (0:1) gegen Weltmeister Frankreich. 14 500 Zuschauer im Stadion und bundesweit viele Menschen beim Public Viewing verfolgten das Spiel.

 

Portugal feierte späten Sieg

Zuvor hatte Titelverteidiger Portugal einen späten Sieg zum EM-Einstand gefeiert. Das Team um Superstar und Doppel-Torschütze Cristiano Ronaldo gewann trotz der Höhe glücklich mit 3:0 (0:0) gegen Gastgeber Ungarn. Im voll besetzten Budapester Stadion trafen der Dortmunder Raphael Guerreiro (84.) mit einem abgefälschten Schuss sowie Ronaldo (87./Foulelfmeter, 90.+2). Der 36-Jährige ist nun der einzige Spieler, der bei fünf EM-Endrunden gespielt hat und mit jetzt elf Treffern zudem alleiniger EM-Rekordtorjäger.

Dänemarks Christian Eriksen hat sich derweil zum ersten Mal seit seinem Zusammenbruch am Samstagabend an die Öffentlichkeit gewandt. Während sich der 29 Jahre alte Spielmacher von Inter Mailand weiter im Krankenhaus erholt, besuchte Thronfolger Frederik (53) am Dienstag das Team um Nationaltrainer Kasper Hjulmand in Helsingör nördlich von Kopenhagen.

Eine Sperre droht dem österreichischen Nationalspieler Marko Arnautovic nach dem womöglich beleidigenden Torjubel des früheren Bundesliga-Profis im EM-Spiel gegen Nordmazedonien. Die UEFA teilte mit, ein Ethik- und Disziplinarverfahren gegen den 32-Jährigen eingeleitet zu haben - schon im Spitzenspiel der Gruppe C am Donnerstag in den Niederlanden könnte Arnautovic fehlen.

Dem Stürmer wird vorgeworfen, nach seinem Tor zum 3:1-Endstand während der Partie am Sonntag den gegnerischen Spieler Ezgjan Alioski beleidigt und dabei auch rassistische Äußerungen getätigt zu haben. Der Verband Nordmazedoniens hatte «die schärfste Strafe für den österreichischen Nationalspieler" gefordert. Arnautovic hatte zuvor am Montag die Kritik an seinem Jubel zurückgewiesen.

Der Eriksen-Schock

Drei Tage nach seinem Zusammenbruch schickte Eriksen eine Botschaft aus dem Krankenhaus. "Großer Dank für eure lieben und großartigen Grüße und Nachrichten aus der ganzen Welt. Das bedeutet mir und meiner Familie viel", schrieb Eriksen bei Instagram.

Eriksen war am Samstagabend während des EM-Vorrundenspiels zwischen Dänemark und Finnland (0:1) kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit auf dem Rasen zusammengebrochen und wiederbelebt worden. Er wurde noch am Abend in ein Krankenhaus gebracht, wo sich sein Zustand nach Angaben des dänischen Verbandes stabilisierte.

Für lange nicht erlebte Szenen sorgten am Nachmittag Tausende Fans in Ungarns Hauptstadt. Am Nachmittag hatten sich Tausende Fans auf einen zwei Kilometer langen Weg vom Heldenplatz zur Ferenc-Puskas-Arena gemacht. Das Budapester Stadion ist das einzige, das bei der EM trotz der Corona-Pandemie voll ausgelastet werden darf. Von den 67 155 verfügbaren Plätzen dürften laut Medienberichten etwa 50 000 mit ungarischen Fans besetzt sein. Im Stadion gilt keine Maskenpflicht, wohl aber die Empfehlung, eine Maske zu tragen.