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Borussia Mönchengladbach ist im richtungsweisenden Bundesliga-Duell mit dem VfL Wolfsburg nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose trennte sich am Sonntagabend sogar ein wenig glücklich 0:0 von den viertplatzierten Niedersachsen und hat nun schon sechs Punkte Rückstand auf die anvisierten Champions-League-Plätze.

Wolfsburg ist in dieser Saison zu Hause weiter ungeschlagen. Der VfL hat nun in fünf Ligapartien nacheinander kein einziges Gegentor kassiert. Durch eine erneut starke Defensivleistung hielten die Wolfsburger die Gäste bei klirrender Kälte auf Distanz, die in der Tabelle der Fußball-Bundesliga auf Rang sieben liegen. Gladbach wartet weiter auf den ersten Sieg beim Volkswagen-Club seit 2003.

Gladbach-Trainer Rose rotiert gegen Wolfsburg kräftig zurück

Nach seiner heftig kritisierten Rotation baute der als zukünftiger Coach von Borussia Dortmund gehandelte Rose sein Team im Vergleich zur 1:2-Derbyniederlage gegen den 1. FC Köln erwartungsgemäß stark um. In Nico Elvedi, Ramy Bensebaini, Christoph Kramer, Jonas Hofmann, Valentino Lazaro und Alassane Plea rückten gleich sechs Spieler neu in die Gladbacher Anfangsformation. Stürmer Marcus Thuram fiel kurzfristig wegen Knieproblemen aus.

Die Startphase gehörte jedoch den Wölfen. Die Gastgeber liefen bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich energisch an und setzten die Borussia unter Druck. Hätte Keeper Yann Sommer gegen Kevin Mbabus Kopfball nicht glänzend pariert, wäre Wolfsburg früh in Führung gegangen.

Wolfsburgs Brooks köpft an den Pfosten

Die Elf vom Niederrhein brauchte eine Weile, um ins Spiel zu finden und die Zweikämpfe anzunehmen. Es entwickelte sich eine enge Partie, in der Wolfsburg die besseren Chancen hatte. Yannick Gerhardt verzog von der Strafraumgrenze jedoch (16.), Xaver Schlager scheiterte aus der Distanz an Sommer (29.). Gladbach kam kaum gefährlich in die Nähe des VfL-Strafraums, und wenn es mal gelang, war der letzte Pass zu ungenau oder ein Wolfsburger Abwehrbein dazwischen.

Nach dem Seitenwechsel spielte die Borussia kurzzeitig mit erhöhter Power nach vorne. Mehr als ein Schuss von Kapitän Lars Stindl, den Wolfsburgs Torwart Koen Casteels ohne Probleme hielt, sprang für Gladbach jedoch nicht heraus. Die Fehlerquote gerade im Angriffsdrittel und im Spielaufbau in aussichtsreichen Situationen blieb zu hoch. Daran konnte auch Rose nichts ändern, der seine Mannschaft gewohnt lautstark coachte und anfeuerte.

Hinten hatte die Borussia nach einer guten Stunde Glück, als ein Kopfball von Wolfsburgs Abwehrrecke John Anthony Brooks nach einer Ecke nur am Pfosten landete und in der Nachspielzeit bei einer Schlager-Chance. Die Gastgeber waren vor allem nach Standardsituationen gefährlich. VfL-Torjäger Wout Weghorst hatte die Gladbacher Defensive aber gut im Griff.

Eintracht Frankfurt schlägt auch 1. FC Köln

Eintracht Frankfurt ist unterdessen auf dem Weg zur ersten Champions-League-Teilnahme weiter nicht zu stoppen. Auch gegen Favoritenschreck 1. FC Köln setzten die Hessen mit einem 2:0 (0:0) die Serie von nun zehn Spielen ohne Niederlage in der Bundesliga fort. Zugleich blieb die Eintracht auch im zehnten Heimspiel in dieser Saison ungeschlagen. Dies war Frankfurt letztmals in der Saison 1992/93 gelungen. Für den Sieg sorgten André Silva (57. Minute) und Evan N'Dicka (79.).

 

"Wir wussten, dass Chancen kommen. Die haben wir genutzt. Wir haben eine gute Entwicklung genommen. Wir spielen sehr gut. Auch unsere Mentalität hat sich sehr gut entwickelt", sagte Eintracht-Routinier Makoto Hasebe bei Sky und blickte bereits auf den Kracher gegen Club-Weltmeister Bayern München in der nächsten Woche: "Gegen die Bayern ist es eine schwere Aufgabe. Aber wir sind sehr gut drauf und können auch die Bayern schlagen."

Die Königsklasse scheint für die Eintracht greifbar, wenngleich Eintracht-Trainer Adi Hütter diesbezüglich zurückhaltend bleibt. "Mit Bayern München Meister zu werden ist einfacher als mit der Eintracht die Champions League zu erreichen", hatte der Österreicher bereits vor dem Spiel gesagt.