RB Leipzig setzt den FC Bayern im Titelrennen der Fußball-Bundesliga weiter unter Druck. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann übernahm am Samstag durch ein 3:0 (2:0) gegen Werder Bremen zumindest für eine Nacht wieder die Tabellenspitze vor den Münchnern, die mit nun wieder zwei Punkten Rückstand auf RB am Sonntag beim 1. FC Köln antreten. Indes gelang Hertha BSC vier Tage nach dem plötzlichen Rücktritt von Cheftrainer Jürgen Klinsmann im Abstiegskampf ein wertvoller 2:1 (1:0)-Sieg bei Schlusslicht SC Paderborn.

Herthas Stadtrivale Union Berlin kassierte dagegen ein unglückliches 2:3 (1:1) gegen Bayer Leverkusen, das damit bei der Jagd nach einem Platz in der Champions League auf Kurs bleibt. Der VfL Wolfsburg feierte dank eines Dreierpacks von Torjäger Wout Weghorst ein 3:2 (1:1) bei 1899 Hoffenheim. Der FC Augsburg kam daheim gegen den SC Freiburg nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.

Bereits am Freitag hatte sich Borussia Dortmund mit einem überzeugenden 4:0-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt Auftrieb für das Champions-League-Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain verschafft. Der BVB rückte damit bis auf einen Punkt an den FC Bayern heran.

Spannend halten den Meisterkampf aber vor allem die Leipziger. Gegen die akut abstiegsbedrohten Bremer hatten es die Sachsen zunächst zwar nicht leicht, siegten am Ende aber ungefährdet. Lukas Klostermann (18. Minute), Patrik Schick (39.) und Nordi Mukiele (46.) sorgten für die vierte Liga-Schlappe von Werder nacheinander.

Seine Negativserie beenden konnte der neue Hertha-Coach Alexander Nouri. Nach zuletzt 21 Partien ohne Sieg im Profifußball durfte er erstmals wieder einen Sieg als Cheftrainer feiern. Der bisherige Klinsmann-Assistent soll die Berliner bis zum Saisonende zum Klassenverbleib führen. In Paderborn trafen Dedryck Boyata (10.) und Winter-Neuzugang Matheus Cunha (67.) für die Gäste.

Für unschöne Szenen sorgten die Anhänger von Bayer Leverkusen, die mit dem massiven Abbrennen von Pyrotechnik Unterbrechungen der Partie bei Union Berlin erzwangen. Außerdem wurden von den Auswärtsfans mehrfach Raketen gezündet und in Richtung des Spielfeldes abgefeuert. Ein Treffer von Karim Bellarabi in der Nachspielzeit rettete den Leverkusenern am Ende noch den Auswärtssieg.