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Die Rhein-Neckar Löwen haben sich mit einer Gala-Vorstellung gegen Rekordmeister THW Kiel zum zweiten Mal die Meisterschaft in der Handball-Bundesliga gesichert. Der Titelverteidiger deklassierte den THW am Mittwochabend klar mit 28:19 (11:10) und ist zwei Spieltage vor Saisonende nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. "Im Laufe des Spiels hat man einfach gesehen, dass unser Wille einfach so groß war, dass wir es heute schaffen wollte", sagte Nationalspieler Patrick Groetzki bei Sport1. "Ich kann es noch überhaupt nicht glauben."

Party ohne Partykleidung

Eine große Meisterfeier gab es für die Löwen am späten Mittwochabend aber noch nicht. Die Schale bekommen sie ohnehin erst nach dem letzten Saisonspiel gegen die MT Melsungen am 10. Juni überreicht. Weil der Verein auch keine Party organisiert hatte, wollte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann stattdessen spontan einige Kästen Bier von der Tankstelle holen. Die Stimmung in der SAP Arena war ohnehin meisterlich. Über Zehntausend Zuschauer feierten ihre Löwen minutenlang mit Sprechchören und Gesängen. "Es ging plötzlich alles mega schnell. Ich bin auch mit dem Auto zur Halle gekommen und habe gar keine Kleider dabei für eine Party", sagte Spielmacher Andy Schmid im Anschluss an das Spiel.

Dass sie überhaupt schon am Mittwoch jubeln durften, hatten die Mannheimer Frisch Auf Göppingen zu verdanken. Denn der EHF-Pokal-Sieger hatte zuvor den Tabellenzweiten SG Flensburg-Handewitt 31:27 besiegt und den Löwen damit dem Weg zum vorzeitigen Titelgewinn geebnet. "Bitte @RNLoewen! Feiert schön", gratulierten die Göppinger anschließend via Twitter. Die nun fünf Punkte Rückstand auf die Löwen kann Flensburg in zwei Spielen nicht mehr aufholen.