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Cristiano Ronaldo ist nach einem sportlichen Gala-Jahr zum fünften Mal zum FIFA-Weltfußballer gewählt worden und hat damit den Rekord von Lionel Messi eingestellt. Der 32 Jahre alte Superstar aus Portugal setzte sich bei der Awardshow des Weltverbands am Montag in London gegen seinen argentinischen Erzrivalen und Neymar durch. Insgesamt durfte Ronaldo im ehrwürdigen London Palladium seine zehnte individuelle Saison-Auszeichnung feiern - zweimal gewann er den Ballon d'Or der Zeitung "France Football", dreimal wurde er Europas Fußballer des Jahres. So erfolgreich war zuvor kein Fußballer der Geschichte.

Die silberne Trophäe erhielt Ronaldo als Krönung seiner erneut herausragenden Saison. Mit zwölf Treffern schoss er Real Madrid zur ersten erfolgreichen Titelverteidigung eines Teams in der Champions League und holte sich die Torjägerkanone. Die Königlichen gewannen mit ihrem Superstar auch die Club-WM und die spanische Meisterschaft. Nach dem EM-Triumph führte Ronaldo das portugiesische Nationalteam auch zur direkten Qualifikation für die WM 2018 in Russland. Selbst die schwerwiegenden Vorwürfe der Steuerhinterziehung in Höhe von 14,7 Millionen Euro konnten zumindest seiner fußballerischen Popularität nichts anhaben.

Trophäen-Wirrwarr 

Zum zweiten Mal veranstaltete die FIFA die Kür zum Weltfußballer wieder ohne die Zeitung "France Football". Bei der ersten Auflage Anfang Januar in Zürich hatte sich Ronaldo bereits die Auszeichnung abgeholt. Nun verlegte der Weltverband die Gala in den Oktober - weshalb der Portugiese im Trophäen-Wirrwarr kurioserweise gleich zweimal in einem Jahr prämiert wurde.

Bei der FIFA-Wahl waren zu gleichen Teilen die Stimmen der Spielführer und Cheftrainer von Nationalteams, einer ausgewählten Gruppe von Medienvertretern und auch Fans ausschlaggebend. Bis zum 7. September konnte gewählt werden. Unter die Top 24 kamen in Ronaldos Real-Teamkollege Toni Kroos und Bayerns Keeper Manuel Neuer nur zwei deutsche Nationalspieler. Aus der Bundesliga schafften es zudem Münchens Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund in die Vorauswahl.