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Nach monatelangem Geschacher ist der Wahnsinnstransfer von Frankreichs Fußball-Weltmeister Antoine Griezmann perfekt. Für 120 Millionen Euro Ablöse und mit einem Fünfjahresvertrag bis 2024 ausgestattet, der eine Ausstiegsklausel von unfassbaren 800 Millionen Euro enthält, wechselt der umworbene Stürmerstar von Atlético Madrid zu seinem Wunschverein FC Barcelona. "Antoine Griezmann ist einer der besten Spieler der Welt", schrieb der Verein auf seiner Homepage. Auf Twitter verbreitete der Club Bilder mit Griezmann im Barca-Trikot und mit dem Zusatz: "C'est magnifique!" ("Das ist wundervoll!").

"Damit geht eine lange Seifenoper zu Ende", schrieb die Zeitung "Marca". Nach quälenden Wochen ging am Freitag alles ganz schnell. Zur Mittagszeit legte ein Anwalt des Franzosen der spanischen La Liga die nötigen Transfer-Unterlagen vor, am Nachmittag war dann alles geregelt. Griezmann selbst stand bereits in den Startlöchern, um den nächsten Flieger nach Barcelona zu besteigen.

"Eine alte Sehnsucht der Azulgrana wird endlich Wirklichkeit", kommentierte das Sportblatt "Marca". Denn Griezmann hatte eigentlich schon im Vorjahr zu den Katalanen wechseln wollen, entschied sich aber in letzter Minute anders. Vor acht Wochen kündigte er dann an, Atlético nach fünf Jahren trotz des laufenden Vertrags bis 2023 endgültig zu verlassen. Der Transferstreit eskalierte, Madrid verweigerte die von Barça angestrebte Ratenzahlung. Daraufhin hieß es zunächst sogar, Griezmann wolle die 120 Millionen Euro selbst zahlen. Der wurde dann auch noch bockig, erschien am Sonntag nicht zum Training und reiste auch nicht mit ins USA-Trainingslager. Die Madrilenen drohten daraufhin mit einer empfindlichen Vertragsstrafe.

Nun kam es doch zur einvernehmlichen Lösung. Atlético spült der Mega-Deal dringend benötigtes frisches Kapital in die Kassen. Die Transfereinnahmen steigen auf rund 310 Millionen Euro, allerdings hat der Club auch schon für 196 Millionen Euro eingekauft. Zuletzt wurde für 56 Millionen der erst nur ausgeliehene Spanier Alvaro Morata als potenzieller Griezmann-Nachfolger vom FC Chelsea fest verpflichtet.

Kommt nun der Stein ins Rollen?

Dem Durchbruch könnte die von Karl-Heinz Rummenigge angekündigte internationale Transferoffensive folgen. "Alles wartet auf diesen einen Dominostein und dann wird noch viel passieren", hatte der Vorstandschef des FC Bayern München gesagt. Als Barcelona-Abgänge gehandelt werden unter anderem die Hochkaräter Ousmane Dembélé und Philippe Coutinho. Der Club benötigt Geld, vor allem dann, wenn Neymar noch kommen sollte. Für den Brasilianer zahlte Paris Saint-Germain 2017 den Rekordpreis von 222 Millionen Euro an Barça.

Neymar will zurück nach Barcelona und soll laut "El Pais" 150 Millionen Euro plus einen Spieler obendrauf kosten. Der könnte Dembélé heißen, denn der Ex-Dortmunder hätte gegen Griezmann und vielleicht auch noch Neymar einen schweren Stand. Zudem sei er der Wunschspieler des früheren BVB- und aktuellen PSG-Coach Thomas Tuchel. Der brasilianische PSG-Sportdirektor Leonardo will laut «Le Parisien» aber lieber seinen Landsmann Coutinho holen.