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Eine überraschende Wende

Tech-Milliardär Musk will Twitter offenbar doch kaufen

  • Veröffentlicht: 04.10.2022
  • 22:12 Uhr
  • JR
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© Susan Walsh/AP/dpa

Elon Musk will die Übernahme des Online-Dienstes Twitter nun doch vollziehen. Das bestätigte der Tech-Milliardär in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC.

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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Überraschende Wende: Musk will Twitter doch kaufen.
  •  Kurz vor einem Gerichtsprozess gibt der Tesla-Chef überraschend klein bei.
  • Musk erneuert sein Angebot – und zwar zum ursprünglich vereinbarten Kaufpreis.

Tech-Milliardär Elon Musk will die milliardenschwere Übernahme des Online-Dienstes Twitter nun doch vollziehen. Das bestätigte der Tesla-Chef am Dienstag in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC. So könnte der Rechtsstreit um den Milliarden-Deal kurz vor dem mit Spannung erwarteten Gerichtsprozess doch noch vermieden werden.

44 Milliarden Dollar teure Übernahme

Musk habe in einem Brief vorgeschlagen, den Deal zum ursprünglich vereinbarten Kaufpreis von 54,20 Dollar pro Aktie durchzuführen, erklärten seine Anwälte - und bestätigten damit einen Bericht des Finanzdienstes Bloomberg. Damit bahnt sich eine spektakuläre Wende im Konflikt um die rund 44 Milliarden Dollar teure Übernahme an. Eine Stellungnahme von Twitter lag zunächst nicht vor.

Musk hatte die Kaufvereinbarung vom April eigentlich im Juli für ungültig erklärt, weil Twitter angeblich falsche Angaben zur Anzahl von Fake-Accounts auf seiner Plattform gemacht habe. Das Unternehmen pochte jedoch auf die Einhaltung des Kaufvertrags und zog vor Gericht. Eigentlich soll noch im Oktober der Prozess beginnen, bei dem geklärt wird, ob Musk von der Übernahme zurücktreten kann.

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Gründe für Musks Umdenken unklar

Die Gründe für Musks Umdenken blieben vorerst unklar. Viele Experten bewerteten seine Chancen bei dem Gerichtsverfahren von Anfang an als ungünstig. Musk versuchte monatelang, angeblich falsche Angaben von Twitter zur Zahl von Spam- und Fake-Accounts als Bruch der Übernahmevereinbarungen darzustellen. Doch ob das vor Gericht reichen würde, gilt als zweifelhaft.

Im August hatte Musk mit neuen Argumenten beim Versuch nachgelegt, die milliardenschwere Übernahme von Twitter abzublasen. Dabei brachte der Tesla-Chef Anschuldigungen eines Whistleblowers ins Spiel, der Twitter unter anderem mangelnden Schutz von Nutzerdaten und andere Sicherheitsschwächen vorwarf. Aufgrund dieser "ungeheuerlichen" Mängel sei Musks Kaufangebot für Twitter als ungültig einzustufen, schrieben seine Anwälte damals an das Unternehmen.

Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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