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Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder hat die Gewerkschaft Verdi die Arbeitgeber zu einem Angebot mit einem ordentlichen Lohnplus aufgefordert. Bei der Fortsetzung der Verhandlungen am Samstag müsse nach drei ergebnislosen Runden ein Durchbruch gelingen, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske am Mittwoch in Hannover. Dazu sollten die Arbeitgeber endlich ein Angebot mit einer spürbaren Lohnerhöhung vorlegen. "Gelingt jetzt nicht der Durchbruch, wird die Auseinandersetzung weitergehen." Bsirske sprach auf einer zentralen Kundgebung mit rund 5000 Teilnehmern in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

An den Warnstreiks beteiligten sich 15.000 Beschäftigte

An Warnstreiks beteiligten sich am Mittwoch nach Verdi-Angaben 15.000 Beschäftigte in Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Betroffen waren unter anderem Straßenmeistereien, Hochschulen, Unikliniken, Studentenwerke, Theater, Küstenschutz, Feuerwehr, Polizei und die Landesverwaltung. Am Donnerstag sind Warnstreiks in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg sowie Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern geplant.

Die Gewerkschaften lehnen geforderte Einschnitte bei der betrieblichen Altersversorgung ab und wollen 5,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 175 Euro mehr im Monat. Die Verhandlungen für die rund 800.000 Angestellten der Länder gehen am Samstag in Potsdam weiter.