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Im Gegensatz zu anderen Europäern erwartet eine Mehrheit der Deutschen nach einer Umfrage nichts Gutes vom geplanten EU-Freihandelsabkommen mit den USA. 43 Prozent der befragten Deutschen betrachten das TTIP-Abkommen als "schlecht für ihr Land", nur 26 Prozent sind der gegenteiligen Meinung, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov in sieben europäischen Ländern ergab. Mehrheitlich auf Ablehnung stößt das Abkommen sonst nur noch in Frankreich (30 Prozent).

51 Prozent der befragten Deutschen befürchtet Verschlechterungen beim Verbraucherschutz, nur 6 Prozent rechnen mit Verbesserungen. Nicht in dem Maße geteilt werden diese Ängste in den fünf anderen untersuchten Ländern Großbritannien, Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen. So sind es in Frankreich nur 37 Prozent und in Großbritannien sogar nur 18 Prozent, die von TTIP nichts Gutes für den Verbraucher erwarten.

Negative Folgenfür den Arbeitsmarkt befürchten 29 Prozent der Deutschen, in Frankreich sind es 31 Prozent. Mehr Arbeitsplätze durch TTIP erwarten aber Finnen (46), Briten (44) und Dänen (43 Prozent).

Kritik an undurchsichtigen Verhandlungen

Knapp zwei Drittel (63 Prozent) der befragten Deutschen würden sich transparentere Verhandlungen wünschen - damit liegen sie vor Frankreich (59) und Finnland (58 Prozent).

Auffällig ist der hohe Anteil derjenigen, die keine Meinung dazu haben, ob TTIP insgesamt nun gut oder schlecht für ihr Land ist. "Ich weiß nicht", sagen in Norwegen zwei Drittel der Befragten (66 Prozent), in Großbritannien sind es 62, in Dänemark 61 Prozent. In Deutschland sind es 30 Prozent.