Sie bezeichnet sich selbst als "Tragödie im Abendkleid": Drag Queen Aria Addams. Ihr Name ist einerseits aus "Game of Thrones" entlehnt (Arya Stark ist eine der Charaktere), andererseits aus der Addams Family, einer berühmten und exzentrischen Familie. Ihre Faszination für Drag hat sie aus einer Travestieshow, nach deren Besuch sie beschloss, selbst als Drag aufzutreten. Ihr Steckenpferd: Lip-Sync-Performances. Ob sie damit bei "Queen of Drags" auf dem Siegertreppchen landet? Wir werden es sehen. 

Aria Addams im Interview:

Wie bist du auf Drag gekommen?

Aria hat mit ihrem Exfreund eine Travestie-Show besucht und war fasziniert: "Ich war damals schon kreativ interessiert, hab viel gesungen, Klavier gespielt und getanzt. Die Show war total ansprechend, weil ich gesehen habe, die machen alles was mir auch Spaß macht."

Was bedeutet Drag für dich?

"Dass man sein Inneres nach außen kehren kann. Das bedeutet nicht, dass ich mich wie eine Frau fühle, sondern, dass ich meiner Kreativität und was mir so im Kopf herumschwirrt, freien Lauf lassen kann." Drag sei mittlerweile eine Kunstform und ein Ausdruck verschiedener Emotionen, meint Aria.

Welche Emotion bringst du rüber?

"Ich habe unglaublich viel Spaß, weil Leute behandeln dich von 0 auf 100 wir eine andere Person. Es ist quasi wie eine Rüstung, die du anhast. Du bist viel stärker, viel selbstbewusster, weil du bist in diesem Moment einfach nicht du selbst und traust dich einfach viel mehr, was du sonst nicht machen würdest."

Warum nennst du dich eine Tragödie im Abendkleid?

"Den [Begriff] habe ich mir gemopst", gibt sie zu. "Mein Exfreund hat sich in einem Dating-Portal angemeldet und irgendeinen Spruch gehabt, 'jetzt ist Schluss mit der Tragödie im Abendkleid', das war deutlich auf mich bezogen und ich fand das so witzig, dass ich mir das geklaut habe und jetzt ist es meine Instagram Beschreibung."

Welche Vorurteile nerven dich?

Vorurteile würden zum Großteil aus den eigenen Reihen kommen, erzählt sie. Zum Beispiel: "Alle Drag Queens sind im Privatleben super feminin und ‚tuntig'. Das trifft aber überhaupt nicht zu, ich würde nicht sagen Durchschnittstyp aber ich verhalte mich ganz normal. Nicht so ‚heitiei mit Handtasche', das ist Blödsinn.“