Bambi Mercury - an diesem Namen lassen sich schon die Leidenschaften der Berliner Dragqueen erkennen: Disneys berühmtes Rehkitz und der viel zu früh verstorbene Queen-Frontmann Freddy Mercury. Den Spitznamen "Bambi" erhält sie dank ihrer braunen Kulleraugen, die sie inzwischen mit Tattoos und einem Bart kombiniert. Die Begeisterung für Verkleidung hat sie schon im Kindergartenalter, als sie sich zum Fasching verkleiden durfte. Inzwischen hat sie treue Follower bei Instagram und arbeitet als DJane. Bei "Queen of Drags will sie nun mit ihrer Ausstrahlung überzeugen und am Ende auf dem Siegertreppchen stehen.

Bambi Mercury im Interview:

Wie hat dein Umfeld auf dein Outing reagiert?

"Das Outing, dass ich schwul bin, war schwierig für meine Familie. Von meinen Freunden ist die Essenz geblieben. Wir [die Drag Queens] sind eine große Community. Nicht jeder kann sich leiden aber wichtig ist, dass man sich gegenseitig respektiert und akzeptiert.“

Wir wird es sein mit 10 Drags in einer Villa?

"Wenn man 24 Stunden aufeinander hockt, dann platzt man irgendwann mal. Es gibt nun mal Dinge, die einen an dem anderen stören. Kommunikation ist das A und O aber zwischendurch fliegt vielleicht schon mal eine Bürste." 

Wie wirst du deinen Kindern Drag erklären?

"Ich glaube man muss Kindern gar nichts erklären. Das ist genauso, wie wenn du einem Jungen und einem Mädchen erklärst, dass rosa für Mädchen und blau für Jungs ist. Sie müssen entscheiden, was für sie richtig und was falsch ist. Wenn sie mit andere Dingen aufwachsen, ist das für sie normal. Wenn Fragen kommen, werden die natürlich beantwortet." 

Was bedeutet Drag für dich?

"Eine gewisse Art von Freiheit und eine ganz andere Art der Kommunikation." Bambi steht in Drag oft im Mittelpunkt. Das nutzt sie, um den Leuten die Drag- und Schwulenszene näherzubringen: "Früher in den 70ern und 80ern gab es noch den Paragraphen, da bist du noch in den Knast gekommen, dafür dass du homosexuell bist und das vergessen die Leute." 

Wann wirst du zu Bambi?

"Also am Anfang bin ich immer so am rumjammern. Du guckst in den Spiegel und denkst dir erstmal so sch****, dann machst du Mascara drauf und Wimpern drauf und bums fertig. Und denkst dir: ‚ja läuft‘."