Fantasievoll, futuristisch, wild: Vava Vilde ist eine Drag Queen von einem anderen Planeten. Mit ihren teilweise selbst designten und gebastelten – oft galaktischen und futuristischen – Outfits und ihren oft komödiantischen Lip-Sync Performances verzaubert Vava seit acht Jahren regelmäßig ihr Publikum. Aber auch hinter der Bühne setzt sie sich für die LGBTQ-Szene ein: In ihrer Freizeit engagiert sie sich leidenschaftlich und ehrenamtlich beim Präventionsteam der AIDS-Hilfe Stuttgart, beim queeren Verein ihs e.V. und dem LSBTTIQ-Zentrum Weissenburg Stuttgart. Erobert Vava Vilde jetzt auch das „Queen of Drags“-Universum?

Vava Vilde im Interview:

Wer ist deine Inspiration?

Lady Gaga ist mitunter ein Grund, warum ich angefangen habe. Weil ich geliebt habe, wie völlig furchtlos und mit welcher Konsequenz sie sich in immer neue Rollen verwandelt hat. Diesen Verwandlungsaspekt finde ich ganz arg spannend an Drag, dass man sich einfach eine neue Welt erfindet, für einen Abend und da war Lady Gaga ein Einfluss. 

Was ist dein Style?

Keine Frage: "Vava ist ein Alien", antwortet sie prompt. "Viele Leute sagen ich bin 'the girl next door' - vollkommen in Ordnung. Aber dann klingel nebenan, das bin tendenziell nicht ich. Ich bin crazier oder extremer. Gleichzeitig ist dieses Alien für mich etwas, wo alles möglich ist. An einem Abend ein Reptil, dann super weiblich aussehen. 

Wo hat sich eine Situation mal zugespitzt?

"Du bist in der Bahn und merkst um dich rum sind Leute, die ein riesen Problem damit haben, dass du eine Drag Queen bist. Und dann haben sie noch Angst, während sie mit dir in der Bahn sind und sobald sie draußen sind, fangen sie an gegen die Scheibe zu trommeln und zu schreien und dich zu beleidigen." 

Wie gehst du damit um?

Das ist eine Gradwanderung, weil so eine Situation auch schnell kippen kann. Drag ist immer ein bisschen gefährlich in der Öffentlichkeit und das gleiche gilt für queere Menschen, die auch als queere auffallen. Ich kann mich abschminken und in der Bahn völlig unauffällig unterwegs sein, manch andere Person kann das nicht.