- Bildquelle: ProSieben/Martin Ehleben © ProSieben/Martin Ehleben

In der ersten Folge von "Queen of Drags" ziehen die Drag Queens in ihre Luxus-Villa in Los Angeles ein. Zeit für die Jury, die Neuankömmlinge persönlich kennenzulernen.

Vor allem Heidi Klum brennt ein Thema auf der Seele: Die Kritik zu "Queen of Drags", die im Vorfeld laut wurde. Heidi möchte von ihren Drags wissen: Was halten sie davon, dass Heidi als heterosexuelle Frau Teil des Formats ist?

"Queen of Drags"-Vava Vilde: "Es hat mich überrascht, dass sie tatsächlich unsicher ist"

In einem Ankleidezimmer findet sich Heidi Klum mit den Drag Queens Vava Vilde, Yoncé Banks, Aria Addams und Hayden Kryze zusammen.

Der Jurorin ist die Meinung ihrer Drags wichtig: „Wie ist das, wenn ich mal meine Augen ein bisschen doller anmale?“. Für Yoncé Banks kein Problem: "Ich finde das nicht verkehrt, ich finde das schön." Heidi Klum fügt hinzu: "Ich will ja nicht, dass ich Ärger mit eurer Community kriege. Aber ich möchte auch mal ein bisschen mehr machen."

Vava Vilde ist über diese Aussage erstaunt: "Was mich ein bisschen überrascht hat, war, dass sie tatsächlich ein bisschen unsicher ist, was jetzt die Szene und die Leute von ihr halten, wenn sie das Format macht."

Heidi Klum: "Einige sind so intolerant"

Die "Queen of Drags"-Jurorin findet klare Worte für die zuvor geäußerte Kritik: "Ihr habt das vielleicht auch schon gesehen, dass in der Zeitung gestanden hat: ‚Ich versteh nicht, warum die Heidi da mitmacht‘. Ich bin offen für alles. Tolerant für alle Menschen. Egal was für ‘ne Farbe sie haben, wie alt sie sind, wo sie herkommen oder wen sie lieben. Ob das ein Mann oder eine Frau ist. Aber dann finde ich, einige sind so intolerant, das verstehe ich nicht."

Aria Addams hat auch wenig Verständnis für solche Kritik: "Das ist eine riesige Doppelmoral, alle sagen ‚Wir sind alle gleich‘. Aber dann heulen sie rum, weil uns eine hetero Frau …"

Heidi Klum fügt hinzu: "Weil ich hetero bin, weiß bin – und eine Frau bin. Das ist total gemein. Das passt doch irgendwie nicht zusammen."

Yoncé Banks: "Man sollte eigentlich nicht mit Steinen werfen, wenn man selbst nach Respekt ruft."

Im Interview macht Yoncé Banks ihrem Ärger Luft: "Ich finde das auch nicht schön, dass sich die Community so angestellt hat bei dem Thema, dass eine heterosexuelle Frau diese Show mitmoderiert." Sie fügt hinzu: "Wenn man selbst eine Randgruppe [ist], sollte man nicht mit Steinen werfen."

Appell für mehr Toleranz

Schlussendlich fordert Heidi auf, zeitgemäßer zu denken: "Es ist langsam mal Zeit, dass Deutschland ‚with it‘ ist. Dass die moderner sind und sehen, was in der Welt passiert. Es ist eine Welt, diese Welt der Drags. Ich finde die müssen eine Plattform haben und richtig gesehen werden."

"Queen of Drags" – ab 14. November 2019, donnerstags um 20:15 Uhr auf ProSieben.

Das könnte dich auch interessieren: 

News