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Geisterstunde: Am 31. Oktober ist Halloween

10 Fakten zu Halloween und seinem Ursprung

In der Nacht des 31. Oktober ist wieder Halloween. Kinder ziehen verkleidet von Haus zu Haus und erbeuten mit dem altbekannten Spruch „Süßes, sonst gibt’s Saures!“ Süßigkeiten von der Nachbarschaft. Auch Erwachsene feiern an diesem Abend gerne ausgelassene Kostümpartys. Doch wo hat Halloween eigentlich seinen Ursprung? Wir haben für euch 10 außergewöhnliche Fakten rund um den Brauch gesammelt.

Eine Kürbislaterne auf Holz
Auf Halloween freuen sich nicht nur Kinder das ganze Jahr © iStock / Getty Images Plus

1. Halloween – die Nacht der Toten

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November können sich – so sagt man – Geister frei in der Welt der Lebenden bewegen. Damit sie nicht von den Menschen Besitz ergreifen können, verkleiden sich diese ebenfalls als Gespenster und stellen abschreckende Lichter in die Fenster. Heute machen sich vor allem Kinder einen Spaß daraus, indem sie mit dem Spruch „Süßes, sonst gibt’s Saures“ Süßigkeiten verlangen.

2. Der Ursprung des Brauchs – woher kommt Halloween wirklich?

Halloween – ein Fest aus den USA? Falsch! Verbreitet war es anfangs vor allem bei den Iren. Erst die irischen Auswanderer brachten den Brauchtum um 1900 nach Amerika.

3. Keltischer Hintergrund

Wo Halloween genau seinen Ursprung hat, ist nicht geklärt. Es wird aber vermutet, dass es auf das keltische Samhain zurückgeht. Ein Fest, das schon vor über 2000 Jahren ebenfalls am Vorabend des 1. November gefeiert wurde – also eines der ältesten Feste überhaupt! Die Kelten glaubten, dass hier die Tore zu Wesen der „anderen Welt“ offenstanden.

4. Warum der Kürbis ursprünglich eine Rübe war

Ursprünglich war der Kürbis eine Rübe. Kürbisschnitzen gehört heute für viele zu Halloween dazu. Auch dieser Brauch geht auf die Iren zurück, und zwar auf die Geschichte von Jack Oldfield. Dieser Gauner betrog zu seinen Lebzeiten sogar den Teufel. Als er starb, wollte ihn weder der Himmel noch die Hölle aufnehmen – also musste er durch das ewige Dunkel wandern. Dafür gab der Teufel im „freundlicherweise“ eine Rübe und ein Stück Kohle, sodass er sich eine Laterne basteln konnte. Da in den USA mehr Kürbisse als Rüben angebaut wurden, wurde die Rübe irgendwann einfach ersetzt.

5. Groß, größer, Weltrekord

Der größte Kürbis der Welt ist übrigens 1,2 Tonnen schwer. Einem Belgier gelang der Anbau dieses fast schon monströsen Gemüses.

6. Verwandte Brauchtümer

Auch in Deutschland, vor allem im Saarland und in Thüringen, wurden früher in der Herbstzeit traditionell Rüben ausgehöhlt und mit Fratzen versehen. „Rübengeistern“ hieß dieser Brauch. Kinder machten mit ihren Rüben Umzüge oder stellten sie in die Fenster. Auch Süßigkeiten wurden oftmals erbeten. Der Ursprung des Rübengeisterns ist unbekannt, aber Halloween auffallend ähnlich.

7. Halloween statt Karneval

Am Bekanntwerden des Halloween-Brauchs in Deutschland war maßgeblich der Golfkrieg beteiligt. Da man 1991 aus Pietät auf den Karneval verzichtete, wurde Halloween sozusagen zum Ausweichtermin. So wurden auch die Verkleidungsgeschäfte ihre Kostüme trotz Karnevalsausfall los. Mittlerweile werden jedes Jahr Milliarden für Kostüme und Süßigkeiten ausgegeben.

8. Allerheiligen vs. Halloweenparty

In einigen Bundesländern haben Halloweenfans ein Problem: An dem katholischen Feiertag Allerheiligen herrscht nämlich häufig Tanzverbot. Das sehen die einen Bundesländer lockerer, andere strenger. In Bayern ist schon um Mitternacht Schluss mit lustig.

9. Zeitreise in die Geschichte: Was am 31. Oktober noch geschah

Am 31. Oktober wird nicht nur Halloween gefeiert, sondern auch der Reformationstag. Denn an diesem Tag im Jahr 1517 – vor 500 Jahren also – soll Martin Luther seine berühmten Thesen an der Wittenberger Schlosskirche angebracht haben.

10. Vergleich: Der „Día de los Muertos“

In Mexiko feiert man von 31. Oktober bis 2. November den „Dìa de los Muertos“ – den Tag der Toten. Er ist dort einer der wichtigsten Feiertage. Mit Halloween hat er zwar nichts zu tun, er ist dem Brauch aber ähnlich. Die Menschen ziehen bunt verkleidet durch die Straßen, essen Süßes in Totenkopfform und erwarten die Ankunft der Seelen ihrer Verstorbenen. 

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