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So schützt du als Influencer deine Privatsphäre

Influencer privat

Viele Influencer kennen das: Sie werden auf der Straße angesprochen, man erkennt sie. Doch nicht alle Kommentare und Fragen sind positiv. Viele Influencer werden für Dinge, die sie gepostet haben oder über die sie im Internet sprechen, verachtet oder sogar angegriffen. Als Influencer musst du dir früh die Frage stellen: Wie viel von meiner Privatsphäre will ich nach Außen tragen? Wie viel sollen meine Follower und Fans wirklich über mich wissen? Der schmale Grat zwischen öffentlicher Berühmtheit und privater Person ist oft nicht einfach zu bestimmen.

Auch Influencer müssen nicht alles teilen.
Schütze dein Privatleben auch in den sozialen Netzwerken. © iStock

Du entscheidest, was öffentlich wird

Natürlich willst du als Influencer so nah an deinen Followern sein, wie möglich. Du gibst viel aus deinem privaten Leben preis und unterhältst deine Fans mit dem, was bei dir gerade passiert. Du berichtest von Jobs, die du antrittst oder von Feiern mit deinen Freunden. In Videos zeigst du, was du gerne anziehst oder wie du im Fitnessstudio schwitzt.

Dabei muss dir bewusst sein: Alles, was du auf deinem Kanal postest, kann auch gegen dich verwendet werden. Nicht alles, was du für cool und lässig hältst, wird genauso positiv von der Community verstanden. Poste deshalb nur die Dinge, mit denen du dich identifizieren kannst. Deine Follower wissen nur das über dich, was du auch preisgeben willst. Letztendlich entscheidest du, was die Fans über dich wissen und denken sollen.

Schaff dir Freiräume

In deinem Zuhause willst du dich wohlfühlen und nicht belagert werden. Hier ist der Ort, an dem du einfach mal abschaltest. Aus diesem Grund solltest du niemals deine Adresse öffentlich machen oder auf Videos und Fotos zu viel von deinem Haus und deinem Stadtteil aufnehmen. Um trotzdem weiterhin Post erhalten zu können, gibt es zwei einfache Möglichkeiten:

- Richte dir ein Postfach ein. Für etwa 20 € im Jahr kannst du ein Fach mieten, das dir über eine Nummer und deine Stadt zugeordnet wird. Hier werden alle Briefe und Pakete in einem Postfach in deiner Nähe für dich gesammelt und du kannst sie abholen, wann immer du Zeit hast.

- Wenn du mit Influencer-Networks zusammenarbeitest, kannst du die Adresse deiner Agentur angegeben. Auch hier werden alle Briefe für dich zurückgelegt und du kannst sie lesen, wenn du eh bei deiner Agentur vorbeischaust.

Schütze deine Familie und Freunde

Du hast dich als Influencer dazu entschieden, einen Teil deines Lebens öffentlich zu machen. Deine Freunde und die Familie sind hier aber nicht automatisch mit eingeschlossen. Besprich vorher mit ihnen, ob sie gerne in deinen Fotos und Videos auftreten möchten und respektiere es auch, wenn sie sich nicht in den sozialen Medien präsentieren wollen.

Trenne Arbeit und Privates

Klar, als Influencer hattest du das Glück, deine Leidenschaft für Videos, DIY oder Computerspiele zu deinem Beruf zu machen. Umso mehr Persönliches steckt in deiner Arbeit und du bist wahrscheinlich auch emotional eher damit verbunden. Dein Beruf ist aber nur ein Teil von dir und nicht deine komplette Persönlichkeit – das solltest du dir und deinen Followern immer mal wieder bewusst machen.

Rede Klartext

Wenn du eine Frage in den Kommentaren nicht beantworten möchtest, weil sie dir zu privat ist, sag dies klar und deutlich. Keiner wird dich dafür verurteilen. Und nimm es nicht auf die leichte Schulter, wenn dir einzelne Personen zu aufdringlich werden. Verbale und körperliche Übergriffe solltest du der Polizei melden. Aus Spaß kann sonst schnell Ernst werden. Auch wenn du als Influencer eine Person der Öffentlichkeit bist: Du musst dir nicht alles gefallen lassen.

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