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Haarwuchsmittel im Test

Folge 5 Staffel 2014

Was tun wenn die Haare schon in jungen Jahren einfach dünner werden? taff hat Haarwuchsmittel getestet und ein überraschendes Ergebnis!

07.02.2014 17:00 | 5:07 Min | © ProSieben

Wie im Video gesehen – nicht alle Haarwuchsmittel, die eine volle Haarpracht versprechen, können dieses Versprechen halten. Aber wie entsteht der Haarausfall überhaupt? Kann man sich davor schützen? Und was bleibt übrig, wenn Haarwuchsmittel nichts bringen?

Genetisch bedingter Haarausfall bei Männern und Frauen

Genetischer Haarausfall betrifft Männer und Frauen, ist jedoch in der Regel bei Männern stärker ausgeprägt. Während Männer tatsächlich kahl werden, sich tiefe Geheimratsecken bilden oder die berühmte „Platte“ bekommen, dünnt das Haar der Frauen eher aus. Androgenetische Alopezie ist der Fachbegriff für dieses Phänomen. Das Haar fällt aus, da die Haarrezeptoren auf Hormone des Körpers reagieren.

Weitere Gründe, warum wir Haare verlieren können

Doch nicht allein Androgenetische Alopezie führt zu Haarausfall. Wer einen ansteigenden Haarverlust bemerkt, sollte auf jeden Fall folgende Ursachen abklären:

  • Eisenmangel
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Schwangerschaft oder Pille (an- oder absetzen)
  • Nährstoffmangel
  • Medikamentenvergiftung
  • Infektionen
  • Hauterkrankungen
  • Pilzinfektion der Kopfhaut
  • Stress

Aufgrund dieser Vielzahl an Möglichkeiten, sollten sowohl Männer als auch Frauen einen Dermatologen aufsuchen, sobald ein überdurchschnittlicher Haarverlust an mehreren Tagen nacheinander auffällt. Ist nicht Androgenetische Alopezie die Ursache für den Haarverlust, ist eine Behandlung vielleicht möglich oder sogar erforderlich; denn in einigen der genannten Fälle ist der Haarverlust nur eine Begleiterscheinung.

Kreisrunder Haarausfall und andere Stressreaktionen der Kopfhaut

Nicht allein körperliche Probleme können zu Haarausfall führen, auch die Psyche spielt hierbei häufig eine große Rolle. Menschen, die unter starkem Stress oder anderen psychischen Belastungen leiden, können ganz plötzlich und sehr intensiv Haare verlieren, so zum Beispiel beim kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata). Erschreckend für die Betroffenen: Die Haare fallen schnell und intensiv aus, zurück bleiben kahle Stellen. Diese allergische Reaktion ist ein Immunangriff auf die Haarwurzeln und kann sich schlimmstenfalls über den ganzen Kopf ausbreiten. Besonders für Frauen ist diese Krankheit ein psychischer Schock, da Kahlheit bei Frauen in unserer Gesellschaft nicht üblich ist. Neben dem Kreisrunden Haarausfall gibt es noch den diffusen Haarausfall, der unterschiedliche Ursachen haben kann sowie Trichotillomanie (die Betroffenen reißen sich selbst die Haare aus). Auch bei diesen Phänomenen sollte stets ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Bevor es zu spät ist: Haarausfall ohne Haarwuchsmittel Einhalt gebieten

Tatsächlich gibt es einige Formen von Haarausfall, denen wir selbst Einhalt gebieten können. So können die Haare durch zu intensive Belastung (Brennscheren, Lockenstäbe, Dauerwellen, Entfärben, etc.) intensiv leiden; teilweise werden sie so dünn, dass der Anschein von Haarverlust gegeben ist.

Doch auch das ständige Tragen von falsch gepolsterten Helmen; Pferdeschwänzen oder langes Liegen im Bett kann das Haar ausdünnen. Diese Ursachen sind leicht zu erkennen und Abhilfe ist einfach.

Was tun, wenn der Haarwuchsmittel nicht helfen?

Fallen die Haare unwiederbringlich aus, bleibt am Ende ein kahler oder teilweise kahler Schädel zurück. Das ist für einige Männer gar kein Problem, denn Glatze ist heute wirklich eine sexy Frisur. Leidet der oder die Betroffene jedoch unter der ungewollten Kahlheit, gibt es Lösungen, die helfen können:

  1. Haartransplantationen: Eigene Haare werden transplantiert, beispielsweise aus dem Nacken. Überraschenderweise können auch Haare aus anderen Körperregionen als dem Kopf verwendet werden, Spender ist jedoch immer der eigene Körper.
  2. Haarersatz für den ganzen Kopf: Das sogenannte Toupet hatte früher keinen guten Ruf, da Kunsthaar häufig als solches erkannt wurde. Heute werden hochwertige Echthaarperücken hergestellt, die sich in Farbe und Struktur den eigenen ursprünglichen Haaren angleichen lassen. Auffällig an diesen Haarersatzteilen ist oft nur, dass sie sehr dicht sind und gesund aussehen und das kann kaum von Nachteil sein.
  3. Teilhaarersatz: Fehlt nur an einigen Stellen Haar, wie es beim Kreisrunden Haarausfall der Fall ist, gibt es unterschiedliche Methoden, Teilhaarersatz einzubringen. Haarteile können in das eigene Haar eingewoben werden, auf die Kopfhaut geklebt oder mit dem eigenen Haar verschweißt. In jedem Fall ist hier die Unterstützung eines Fachmannes angeraten. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, müssen aber in allen Fällen regelmäßig nachgearbeitet werden.
  4. Haartattoos: Ein ganz neuer Trend – und speziell für Männer – sind die Haartattoos. Möchte ein Mann nicht kahl wirken, aber auch auf Haarersatz oder -transplantation verzichten, kann er sich in aufwändigen Sitzungen „Haare“ auf den Kopf tätowieren lassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Es wirkt, als hätte der Tätowierte sich den Kopf am Morgen frisch rasiert und die ersten Haare beginnen wieder zu sprießen. Wer sich für Haartattoos entscheidet, sollte sich allerdings täglich den Kopf rasieren, um zu vermeiden, dass vorhandene Resthaare den Eindruck zerstören.

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