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Bärenklau: Diese giftige Pflanze sorgt für schlimme Verbrennungen

20.06.2018 • 12:42

Behörden in Deutschland warnen vor eingeschleppten Pflanzen. Die Riesenbärklau-Staude kann bei Berührung zu starken Schmerzen und schlimmen Verbrennungen führen.

Bärenklau: Giftige Pflanze in unseren Breiten

Giftige Gewächse lauern nur in Urwäldern ferner Länder? Falsch gedacht! Auch auf unseren Wiesen, Bergen und in unseren Wäldern wachsen Pflanzen, die uns und unseren Hunden und Katzen schnell gefährlich werden können. Tollkirsche, Eibe oder der Knollenblätterpilz sind einige von ihnen. Deutlich weniger bekannt: Der Riesenbärenklau, auch Bärenklau, Bärenkralle oder Herkulesstaude genannt.

So kommt man mit dem Gift in Berührung

Diese Pflanze stammt eigentlich aus dem Kaukasus, verbreitet sich aber auch hierzulande immer mehr. Sie wächst vor allem an Waldrändern und in der Nähe von Gewässern.

Alle Pflanzenteile des Riesenbärenklaus enthalten Furanocumarine. Berührt man die Staude, Blätter oder Blüten der Pflanze, gelangen diese Giftstoffe, die den natürlichen UV-Schutz der Haut aushebeln, auf den Körper. So kann es durch Sonneneinstrahlung zu schweren Verbrennungen kommen. Zu den Auswirkungen bei Hautkontakt zählen Ausschlag, Juckreiz, Rötungen, starke Schmerzen und Blasenbildung. Fieber und Atemnot können zusätzlich auftreten.

Riesenbärenklau: Unterschätzte Gefahr für Hunde

Doch nicht nur für uns Menschen, auch für Hunde und Katzen ist der Bärenklau giftig. Genauso wie wir leiden auch sie nach dem Kontakt mit der Pflanze unter Juckreiz, Ausschlag und Verbrennungen. Dafür müssen sie noch nicht einmal darauf herumkauen o.ä. Schon ein kurzes Schnüffeln am Pflanzensaft kann ausreichen.

Sollte ein Haustier mit der Pflanze in Kontakt gekommen sein, die betroffene Stelle am besten sofort vor der Sonne abschirmen. Je weniger UV-Strahlung auf die Stelle trifft, desto moderater fällt die Reaktion aus. Einen Tierarzt-Besuch ersetzt diese Erste-Hilfe-Maßnahme natürlich nicht.

So erkennst du Bärenklau

Das Gewächs trägt seinen Namen zu recht. Es wird bis zu drei Meter hoch. Die Blätter sind tief geteilt und bis zu einem Meter lang. Der Stängel kann bis zu zehn Zentimetern Umfang erreichen. Zu erkennen ist der Bärenklau sehr gut an der typischen Färbung des Stiels. Er ist nämlich nicht durchgängig grün, sondern dunkel oder weinrot gefleckt.

Der Riesenbärenklau blüht in Blüten-Doppeldolden, die 30- bis 150-strahlig sind. Sie enthalten bis zu 80.000 kleine, weiße Einzelblüten. Er blüht von Juni bis Juli.

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