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Bärenstarker Gewinner: "Otis" ist der fetteste Bär Alaskas

06.10.2021 • 10:50

Gestatten: Otis, der fetteste Bär Alaskas. Er ist der Sieger eines kuriosen Wettbewerbs. Jedes Jahr kürt der Katmain-Nationalpark einen Braunbären zum Gewinner des "Fat-Bear"-Wettbewerbs. Otis konnte die Konkurrenz mit seiner Masse ausstechen.

Fettester Bär Alaskas: Otis hat am meisten zugelegt

Der Katmai Nationalpark hat wieder zur "Fat Bear Woche" aufgerufen. Der Wettbewerb im Südwesten Alaskas wird auch als "Kampf der Titanen" bezeichnet. Auf der Homepage des Nationalparks kann man sich alle teilnehmenden Braunbären ansehen und für seinen Favoriten abstimmen. Dieses Jahr konnte sich der 25-jährige Otis bereits zum vierten Mal gegen seine Konkurrenten durchsetzen. 

Das Schwergewicht verwies sogar den 450-Kilo-Kollegen Walker auf den zweiten Platz. Da hat sich die Völlerei doch ausgezahlt. Von Experten wird Braunbär Otis auf stolze 544 Kilogramm geschätzt und ist damit einer der größten und schwersten Bären am Brooks River. 

Braunbären futtern sich enorme Fettreserven an 

Jedes Jahr im Spätsommer hauen die Braunbären richtig rein, um sich genügend Fettreserven für den Winterschlaf zuzulegen, da sie in den Wintermonaten kaum trinken oder essen. Bis zu einem Drittel ihres Gewichts verlieren die Tiere während ihres Winterschlafs. Im Frühling kommen sie dann zunächst ziemlich abgemagert aus ihren Höhlen. 

Doch kaum kitzeln sie die ersten warmen Sonnenstrahlen, geht die Völlerei wieder von Vorne los. Den Großteil des Tages gehen die Bären dann auf Lachsfang. Der fette Lachs schmeckt, ist sehr nahrhaft und bringt ihnen am schnellsten wieder ihre Kurven zurück. 

Fat-Shaming kennen die Braunbären nicht 

Von "Fat-Shaming" hat hier noch niemand etwas gehört. Die Braunbären sind alle durchweg "body positive" und wissen, dass eine massive Gewichtszunahme dem Überleben dient. 

Bereits 2014 rief der Katmai Nationalpark den "Fat Bear"-Wettbewerb ins Leben. Es sollte zunächst eine einmalige Aktion werden. Doch die Teilnahme war so überragend, dass der Park die Wahl zum fettesten Bären seitdem jedes Jahr durchführt. 2021 wurden fast eine Million Stimmen abgegeben 

"Fat Bear"-Wettbewerb macht auf Klimakrise aufmerksam 

Doch der Wettbewerb ist nicht nur ein großer Spaß, er will vor allem auf die Auswirkungen der Klimakrise aufmerksam machen. Durch globale Erwärmung, Überfischung und Verschmutzung der Weltmeere nimmt der Lachsbestand in den Gewässern zusehends ab. Wenn die Braunbären aber nicht mehr genug Lachs fangen können, geraten sie in Lebensgefahr. 

Rund 2.200 Braunbären leben aktuell in Katmai. Eigentlich ein gutes Zeichen für den Nationalpark, für die Arbeit der Ranger und das hohe Lachsvorkommen. Doch darauf will sich der Nationalpark nicht ausruhen. Er kämpft weiter um den Erhalt seiner Braunbär-Population, seien die Mittel auch noch zu ungewöhnlich.