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Diese schwedische Möbel-Kette kommt nach Deutschland – und könnte Ikea mächtig Konkurrenz machen

Könnte dieser neue Laden Ikea Konkurrenz machen? Vielen gehen davon aus. Um welches Geschäft es sich handelt, erfahrt ihr im Video.

19.05.2017 16:51 | 1:02 Min | © Wochit

Viele Importe aus Schweden erfreuen sich in Deutschland höchster Beliebtheit. Dazu zählen unter anderem Popmusik inklusive ABBA, Knäckebrot und Köttbullar, die robuste Automarke Volvo, die Modekette h&m und natürlich der Möbelriese IKEA. Gerade Letztgenannter bekommt nun aber dicke Konkurrenz aus dem eigenen Land, denn die schwedische Möbelkette Rusta will hierzulande fußfassen. 

Rusta rüttelt an der Vormachtstellung von IKEA

Ikea ist das bekannteste und beliebteste schwedische Möbelhaus in Deutschland. Menschen, die noch nie bei Ikea eingekauft haben, sind schwer zu finden. Dementsprechend selten sind hierzulande auch Wohnungen, in denen nicht wenigstens ein Ikea-Produkt steht. Auf seinen Lorbeeren aber darf sich der Einrichtungsgigant aus Skandinavien nicht ausruhen. Denn mit Rusta droht IKEA starke Konkurrenz aus eigenen Gefilden, der Emporkömmling könnte die Vormachtstellung des Platzelchs durchaus ins Wanken zu bringen.

Grund für den großen Konkurrenzdruck ist das sehr ähnliche Konzept und Produktsortiment von Rusta im Vergleich zu IKEA. Neben normalen Möbeln und Gartenmöbeln gehören dazu in erster Linie Freizeit- und Heimwerker-Artikel sowie die bei IKEA höchstbeliebten Wohnaccessoires und Dekorationsprodukte. Und Rusta geht sogar noch einen Schritt weiter und bietet seinen Kunden zusätzlich noch Kleidung und Beauty-Artikel an. Das entspricht dann schon fast einem Rundum-Sorglos-Sortiment. 

Rusta eröffnet erstes Möbelhaus in Lübeck

Die Handelsinvasion aus Nordeuropa startet auch im Norden Deutschlands. Die Kette will sich - geografisch höchst logisch - aus Richtung Norden kommend über das Bundesgebiet verteilen. Die erste Filiale eröffnete Rusta in Lübeck, die zweite Möbelhauseröffnung ist für Kiel geplant. Danach sollen noch mindestens 500 (!) weitere Filialen in ganz Deutschland folgen. Zum Vergleich: IKEA zählte bis September 2017 gerade mal 53 Möbelhäuser. 

Wie realistisch diese Expansionspläne mit dem fast zehnfachen Volumen von IKEA tatsächlich sind, wird die Zukunft zeigen. Ein derart ehrgeiziges Ziel setzt sicherlich eine zügige Verbreitung der Filialen voraus sowie zusätzlich eine groß angelegte Markenkampagne. Und selbst in der Heimat und in Norwegen unterhält Rusta zusammen "nur" 100 Möbelhäuser – eröffnet dort allerdings pro Monat stetig ein neues Haus.

Warum Rusta seine Möbelhäuser als erstes in Lübeck und Kiel eröffnet, und nicht in Hamburg, München oder Berlin, ist Teil einer ganz klaren Strategie. Rusta bevorzugt kleinere Städte, weil dort die Mieten deutlich günstiger sind. Außerdem sieht der neue Möbelriese eine Chance darin, in solchen Standorten entsprechende Angebotslücken schließen zu können. Demnach seien bereits Orte ab rund 10.000 Einwohner für Rusta rentabel. So gesehen wirkt der Konkurrenzkampf zwischen Rusta und IKEA wie zwischen einem Reh und einem Elch. Doch viele Rehe machen auch Mist und am Ende werden die Kunden entscheiden, ob sie bei Rusta, IKEA oder bei beiden einkaufen gehen.  

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