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Endlich schlafen – Tipps gegen Schlaflosigkeit

134, 135, 136 – na, wieder am Schäfchenzählen und kein Schlaf in Sicht? Total müde und ausgelaugt, aber der Kopf will einfach nicht abschalten? Mit Schlaflosigkeit ist nicht zu spaßen, sie macht uns ernsthaft krank. Aber woher kommen Schlafprobleme eigentlich – und wie wird man sie wieder los?

15.08.2017 07:00 | 1:40 Min | © Wochit

Wenn sich die einen schon darauf freuen, sich gleich ins Bett zu kuscheln, beginnt für andere eine Tortur: Stundenlang im Bett liegen, sich hin und her wälzen, nicht schlafen können – sie leiden unter Schlaflosigkeit. Sie schlafen schlecht ein oder schlafen nicht durch. Die Gründe dafür sind vielseitig, die Auswirkungen auch.

Woher kommen Schlafprobleme?

Schlafprobleme können viele Ursachen haben. Nicht sofort spricht man von echter Schlaflosigkeit, von der Insomnia. Häufig stehen stattdessen Stress oder Probleme, die einem im Kopf kreisen, einer erholsamen Nacht im Wege. Auch Schichtarbeit kann unseren Schlafrhythmus aus dem Gleichgewicht bringen, genauso wie Alkohol- und Nikotingenuss. Und mit den Schlafproblemen – chronisch oder nicht – kommt ein weiteres Problem. Wir setzen uns dann nämlich so unter Druck, weil wir nicht schlafen können, dass es uns gleich noch schwerer fällt.

Wie wirkt sich Schlaflosigkeit auf unseren Körper aus?

Eine schlaflose Nacht merken wir gleich am nächsten Tag. Wir sind unkonzentriert, launisch, unser Blutdruck ist hoch. Auch verstärken sich andere Krankheiten, die Ursachen für Schlafprobleme sind – zum Beispiel Depressionen – durch die unruhigen Nächte noch zusätzlich.

Was kann ich tun, um besser einzuschlafen?

Ein erster Schritt ist es, das Schlafengehen zu einem schöne Ritual zu machen. Trink vorher noch eine Tasse Tee – auch hier gibt es zum Beispiel welche, die durch ihre Kräutermischung beruhigend wirken – oder nimm ein Bad. Lüfte das Schlafzimmer gut durch, zieh deinen Lieblingsschlafanzug an und kuschel dich in die Decke. Wenn du wirklich wieder im Bett liegst und nicht einschlafen kannst, versucht es mit autogenem Training oder leichter Meditation, bring deinen Atem zur Ruhe und begebe dich auf Traumreisen oder gebe dich anderen schönen Gedanken hin. Klappt das nicht, forsche in deinem Inneren: Gibt es vielleicht wirklich ein Problem, das dich schon länger belastet? Bist du in Verzug mit einer Arbeit, die dringend abgegeben werden muss? Nimm solche Dinge in Angriff und schon könnte es mit dem Schlafen wieder besser klappen.

Was sollte ich vermeiden?

  • Das Schlafzimmer sollte auch wirklich nur zum Schlafen genutzt werden. Lesen, Fernsehen, Lernen und mit dem Handy surfen solltest du in das Wohnzimmer verbannen.
  • Fernsehen kurz vorm Schlafengehen wirkt übrigens durch das Licht viel zu beunruhigend. Es simuliert Tageslicht und macht dich wach. Also lieber eine Stunde vor dem Zubettgehen die Glotze ausschalten.
  • Versuch es damit, den Konsum von Alkohol und Zigaretten zu minimieren.
  • Vor allem in den späteren Abendstunden solltest du kein Koffein mehr zu dir nehmen. Das ist übrigens nicht nur in Kaffee enthalten, auch grüner und schwarzer Tee wirken aufputschend.
  • Genauso kann später Sport deinen Kreislauf zu sehr aufwühlen.
  • Nimm dir vor, regelmäßige Bettzeiten einzuhalten. Wenn man immer zur selben Zeit ins Bett geht, kann sich der Körper besser auf den Ruhezustand vorbereiten.

Was ist mit Schlafmitteln?

Pflanzliche Schlafmittel wie Baldrian, Hopfen oder Melisse können beruhigend wirken, chemische dagegen können unerfreuliche Nebenwirkungen haben und auf die Psyche schlagen. Doch auch für die pflanzlichen gilt: Nur für kurze Zeit einnehmen. Ansonsten kann auch hier eine psychische Abhängigkeit entstehen. In jedem Falle gilt: unbedingt vorher mit dem Arzt absprechen!

Wann muss ich wegen akuter Schlaflosigkeit zum Arzt?

Wenn die Schlafprobleme mehrere Wochen andauern, sollte man aufmerksam werden und besser einen Arzt kontaktieren. Der kann dann herausfinden, ob vielleicht doch eine Krankheit dahintersteckt. Auch Schlafapnoe, Schnarchen oder das sogenannte „Restless-Leg-Syndrom“ können dahinterstecken. 

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