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Optische Täuschung: "Kaninchen-Illusion" zeigt wie Gehirn funktioniert

22.10.2018 • 09:51

Wissenschaftler des California Institute of Technology erklären in ihrer Studie, wie sich unsere Sinne gegenseitig beeinflussen. Dies veranschaulichen sie mit einer optischen Täuschung, der sogenannten "Kaninchen-Illusion".

Unser Gehirn trickst uns aus! Wie, das zeigen Wissenschaftler aus den USA mit der „Kaninchen-Illusion“. Die Forscher veranschaulichen, wie sich unsere Sinne gegenseitig beeinflussen.

So funktioniert die „Kaninchen-Illusion“

Man konzentriert sich auf ein kleines Kreuz auf dem Bildschirm und wird gleichzeitig dazu aufgefordert die kommenden Blitze zu zählen. Dazu erklingen drei Signaltöne, doch nur zwei Blitze erscheinen. Die meisten Studienteilnehmer erkennen aber drei Blitze. Wie kann das sein?

Hier spielt uns unser Gehirn einen Streich. Bei dem Test erklingen drei Töne jeweils 58 Millisekunden hintereinander. Mit dem ersten Signal-Ton erscheint ein Blitz links und mit dem letzten Ton ein Blitz auf der rechten Seite. Beim zweiten Pieps-Ton rekonstruiert unser Gehirn lediglich einen Blitz und zwar zwischen dem ersten Blitz und dem dritten Blitz. Den Blitz den unser Gehirn rekonstruiert, zeigt das Phänomen der „postdiktiven Verarbeitung“. Unser Gehirn verändert quasi rückwirkend unserer Wahrnehmung eines früheren Ereignisses, basierend auf Reizen, welche später auftreten.

Ihr wollt es selbst testen? Dann klickt euch oben ins Video und findet heraus, wie viel Blitze ihr seht.

Woher kommt der Titel „Kaninchen-Illusion“?

Die „Kaninchen-Illusion“ verdankt ihren Namen tatsächlich dem kleinen Tier. Es kommt daher, weil das Phänomen an die Sprünge eines Kaninchens erinnert.

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